116. Deutscher Ärztetag - Verordnungen der Ärzte verbindlich für Apotheker

05.06.2013

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 hat auf Antrag der Sächsischen Landesärztekammer vergangene Woche den Verordnungsgeber aufgefordert, die Regelung in § 34 Abs. 1 Nr. 3 der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) dahingehend klarzustellen, dass von den Verordnungen des Arztes ohne Rücksprache mit diesem in keinem Fall abgewichen werden darf und damit sichergestellt bleibt, dass die diagnostische und therapeutische Letztverantwortung beim Arzt liegt.

 

Dem Wortlaut des § 34 Abs. 1 Nr. 3 ApBetrO* nach sind Apotheker nicht in jedem Fall, insbesondere bei der Teilung von Tabletten, daran gehalten, ärztliche Verordnungen umzusetzen. Die Ärzteschaft verliert damit die Hoheit über die Behandlung von Patienten. Ungeachtet dessen bleibt jedoch die diagnostische und therapeutische Gesamtver-antwortung beim Arzt. Im Weiteren ergeben sich daraus besondere ökonomische Risiken für den verordnenden Arzt, da er durch diese Regelungen daran gehindert wird, sein Regressrisiko zu steuern. Im Qualitätsmanagementsystem sind deshalb entsprechende Festlegungen zu treffen.

 

Weitere Informationen unter 0173 6242315 oder 0351 8267-160.

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