116. Deutscher Ärztetag - Mehr Obduktionen als Mittel der Qualitätssicherung

05.06.2013

Der 116. Deutsche Ärztetag forderte letzte Woche auf Antrag der sächsischen Delegierten in Hannover den Bundesgesetzgeber und die Bundesländer auf, eine gesetzliche Regelung für die Durchführung von Obduktionen zu schaffen, die es ermöglicht, Obduktion als Mittel der Qualitätssicherung wieder zu etablieren.

 

Die Ärzteschaft begründet diese Forderung mit einer zum Teil besorgniserregende Unsicherheit bei den durch äußere Leichenschau festgestellten Todesursachen. Eine Änderung der Bestattungsgesetze der Länder oder auch die Einführung eines Bundesgesetzes zur Durchführung der Obduktion sei zur Qualitätssicherung in der Medizin, für die Mortalitätsstatistik und nicht zuletzt für die Rechtssicherheit in der Bundesrepublik Deutschland dringend geboten.

 

Die Obduktionsrate geht bundesweit kontinuierlich zurück. Im Landkreis Mittelsachsen beispielsweise finden bei rund 5.000 Sterbefällen pro Jahr nur etwa 30 Obduktionen statt. Davon werden die meisten durch die Staatsanwaltschaft angeordnet.

 

Weitere Informationen unter 0173 6242315 oder 0351 8267-160.

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