Die Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz trägt dazu bei, den medizinischen Kinderschutz in Sachsen nachhaltig zu stärken. Durch Beratung, Vernetzung, Qualifizierung und fachlichen Austausch unterstützt sie Fachkräfte und Institutionen bei der Wahrnehmung ihres Schutzauftrags. Die folgenden Informationen geben Einblicke in ihre Entstehung, ihre Aufgaben und ausgewählte Aktivitäten.
Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz
Arbeitsprozess
Seit dem 1. Januar 2019 ist bei der Sächsischen Landesärztekammer die Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz etabliert. Sie ging aus einer seit 2012 aufgebauten und in mehreren Projekten kontinuierlich weiterentwickelten Kinderschutzstruktur hervor, die in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und der Sächsischen Landesärztekammer entstand. Als zentrale Ansprechpartnerin für den medizinischen Kinderschutz in Sachsen unterstützt die Landeskoordination im Auftrag des Freistaates sächsische Kliniken, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Fachkräfte des Gesundheitswesens durch praxisnahe Fachberatung, Fort- und Weiterbildung. Darüber hinaus stärkt sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Vernetzung mit den Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe.
Projektphasen
Projekt 2012–2013: „Hinsehen – Erkennen – Handeln. Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen“
Aufbau landesweiter Strukturen und Vernetzung im medizinischen Kinderschutz.
Projekt 2014–2015: „Hinsehen – Erkennen – Handeln. Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen“
Weiterentwicklung der entstandenen Strukturen und Konzeption eines Medizinischen Kinderschutzzentrums.
Projekt 2016–2018: „Verstetigung des medizinischen Kinderschutzes in Sachsen“
Qualitätssicherung, Fortbildung und nachhaltige Verankerung medizinischer Kinderschutzstrukturen.
Wer war am Aufbau und an der Umsetzung des Projekts beteiligt?
Die Etablierung der Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz und ihre heutige Arbeit als zentrale Ansprechpartnerin für den medizinischen Kinderschutz in Sachsen beruhen auf einer langjährigen und engagierten Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Wissenschaft, Politik sowie Kinder- und Jugendhilfe.
Der Dank gilt daher insbesondere:
- dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
- der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK)
- der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden
- dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
- Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
- Klinik für Kinderchirurgie
- Institut für Rechtsmedizin
- Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- dem Landesjugendamt Sachsen
- den sächsischen KinderSchutzGruppen
- den Fachkräften und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Frühen Hilfen
- den Netzwerkpartnern und allen weiteren Unterstützenden
Orientierung geben, Fachwissen vermitteln und praxisnahe Lösungen ermöglichen
- Unterstützung von Kinderschutzgruppen in Kliniken und Gesundheitsämtern
- Fachberatung für Fachkräfte des Gesundheitswesens, der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) und der Frühen Hilfen zu Fragen des medizinischen Kinderschutzes
- Vermittlung von Ansprechpersonen, Netzwerken und fachlicher Expertise
- Bereitstellung passgenauer Informations-, Schulungs- und Arbeitsmaterialien
Wissen vermitteln und Kompetenzen stärken
- Planung und Durchführung strukturierter Fort- und Weiterbildungen
- Entwicklung praxisnaher Schulungs- und Lernangebote
- Förderung des fachlichen Austauschs zwischen den Berufsgruppen
- Sensibilisierung für aktuelle Standards und Leitlinien
Zusammenarbeit fördern und Strukturen stärken
- Sachsenweite Vernetzung von Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe sowie Frühen Hilfen
- Zusammenarbeit mit Jugendämtern, dem Landesjugendamt und der Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen
- Ausbau regionaler Kooperationsstrukturen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
- Sensibilisierung für die gemeinsame Verantwortung im Qualitäts- und Risikomanagement bei Kindeswohlgefährdungen
- Zusammenarbeit mit bundesweiten Netzwerken, Kompetenzstellen und Fachorganisationen des medizinischen Kinderschutzes
Qualität sichern, Wissen sichtbar machen und medizinischen Kinderschutz nachhaltig gestalten
- Kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Informations- und Unterstützungsangebote
- Erfassung und Auswertung von Kinderschutzfällen an sächsischen Kinderkliniken
- Mitwirkung an der fachlichen und berufspolitischen Weiterentwicklung des medizinischen Kinderschutzes
Ob Fachveranstaltungen, Fachpublikationen oder überregionale Vernetzung – die Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz engagiert sich vielfältig für die Weiterentwicklung des medizinischen Kinderschutzes in Sachsen. Die folgenden Beispiele veranschaulichen ausgewählte Aktivitäten der Landeskoordinierungsstelle.
Vernetzung auf Bundesebene
Beim 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) vom 13. bis 15. Mai 2025 nutzten die Landeskoordinierungsstelle Medizinischer Kinderschutz und die Medizinische Kinderschutzhotline die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote im medizinischen Kinderschutz.
Datenschutzhinweise
Seitens der FLORIAN-Messe wurde für den 11.10.2025 dieses Video erstellt, welches auf die Landeskoordinierungsstelle verweist. Aufgrund der bestehenden Kooperationspartnerschaft darf das Medium auf dieser Website verwendet werden.
Landespräventionstag 2025
Gemeinsam mit der LAG SGPI e.V. waren wir am 16. und 17. November 2025 mit je einem Informationsstand vertreten. Im Mittelpunkt standen fachlicher Austausch, Vernetzung und die Vorstellung von Unterstützungsangebote