Schmerz – eine Leidenschaft der Seele?

Wir alle wünschen uns ein Leben ohne Schmerzen. Aber ist das wirklich erstrebenswert? Wir brauchen den Schmerz mit seiner wichtigen Warnfunktion. Zugleich sind auch die intensivsten Momente unseres Lebens mit Schmerzen verbunden: die Geburt eines Kindes, sportliche Triumphe, künstlerische Höchstleistungen und mitunter auch sexuelle Lustempfindungen. Schmerzerfahrungen strukturieren unsere Biographie, beeinflussen Gedächtnis und Erinnerung und sind auch ein wichtiger Faktor im Lernprozess. Aber Schmerz kann auch zu einer eigenständigen Erkrankung werden. Er ist dann ständiger Wegbegleiter und beeinflusst das körperliche und seelische Wohlbefinden in einem erheblichen Maß negativ. Dimensionen des chronischen Schmerzes reichen sogar bis in das soziale Leben und Miteinander hinein.


In einer Veranstaltungsreihe gehen wir den starken Empfindungen des Schmerzes auf den Grund. An vier Abenden wollen wir diskutieren, was Schmerz eigentlich ist, wie er sich messen, beschreiben und wie er sich lindern lässt. Wovon hängt ab, wie wir individuell Schmerzwahrnehmen, damit umgehen und ihn zeigen? Gibt es beim Umgang mit Schmerz tatsächlich das „schwache" und das „starke" Geschlecht? Kann Kunst dem Schmerz einen tieferen Sinn geben? Und schließlich: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Schmerz und Lust? Darüber sprechen wir mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie, Geschichte, Soziologie, Kunst und Theologie.


Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Universitäts SchmerzCentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.


Der Eintritt ist frei.


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