Die medizinische Versorgung in der Oberlausitz erhält einen wichtigen Impuls: Zum 19. Mai 2026 eröffnete am Klinikum Oberlausitzer Bergland in Ebersbach-Neugersdorf eine neue dermatologische Eigenpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV Sachsen). Ziel ist es, die ambulante hautärztliche Versorgung in der Region nachhaltig zu stabilisieren und für die Bevölkerung wohnortnah zugänglich zu machen.
Die neue Praxis entstand auf Initiative der KV Sachsen und in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden (UKDD). Während das UKDD die ärztliche Expertise vor Ort bereitstellt und das Klinikum Oberlausitzer Bergland gGmbH den Kooperationspartnern die Praxisräumlichkeiten überlässt, übernimmt die KV Sachsen die Gesamtverantwortung für den Praxisbetrieb.
Dieses Modell stärkt gezielt die Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und schafft eine zukunftsfähige Struktur für die Region.
In der Praxis werden allgemeine dermatologische Leistungen und allergologische Diagnostik und Behandlung angeboten. Die Versorgung erfolgt sowohl in Präsenz- als auch in Videosprechstunden. Ergänzend ist die Praxis in das telemedizinische Projekt „Dermatologisches Telekonsil“ eingebunden.
Hintergrund der Initiative ist eine seit Oktober 2020 bestehende Unterversorgung im Bereich der hautärztlichen Betreuung im Planungsgebiet Löbau-Zittau. Trotz intensiver Bemühungen konnte bislang kein neuer Dermatologe für die eigene Niederlassung in der Region gewonnen werden. Die neue Eigenpraxis der KV Sachsen stellt daher einen kooperativen Versorgungsansatz dar, bei dem zwei Ärztinnen über das Universitätsklinikum Dresden im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung tätig werden.
Informationen zur Eigenpraxis KV Sachsen, Dermatologie Ebersbach-Neugersdorf: