Krankenhäuser in Sachsen: Weniger Betten, kürzere Liegezeiten, höhere Auslastung

09.12.2009

Information des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen

 

Durchschnittlich 26.316 Betten standen den sächsischen Krankenhäusern im Jahr 2008 zur vollstationären Behandlung zur Verfügung. Nach Angaben des statistischen Landesamtes war die Bettenkapazität damit um 0,6 Prozent geringer als im Vorjahr. Der Versorgungsgrad erhöhte sich jedoch gegenüber 2007 leicht von 625 auf 626 Betten je 100.000 Einwohner.

 

Die Zahl der behandelten Patienten lag 2008 bei 947.851 und stieg zum Vorjahr um rund 21.100 Fälle bzw. 2,3 Prozent. Das ergibt eine Behandlungsquote von 22.540 Behandlungsfällen je 100.000 Einwohner. Die meisten Patienten wurden dabei in die Fachabteilung Innere Medizin bzw. Chirurgie eingewiesen.

 

Ein Krankenhausaufenthalt dauerte in sächsischen Krankenhäusern sowie auch in der gesamten Bundesrepublik im Durchschnitt 8,1 Tage und verringerte sich kontinuierlich seit Beginn der Neunziger Jahre. 1993 lagen sächsische Patienten noch knapp 14 Tage in der Klinik. Mit fast 50 Tagen durchschnittlich wurden 2008 die höchsten Liegedauern in der Kinder- und Jugendpsychiatrie festgestellt, die kürzesten dagegen mit knapp drei Tagen in der Fachabteilung Augenheilkunde.

 

Die Bettenauslastung verringerte sich 2008 gegenüber 2007 um 0,3 Prozentpunkte auf 79,3 Prozent. Die höchsten Auslastungen ergaben sich im psychiatrischen/ psychotherapeutischen Bereich sowie in der Geriatrie.

 

Damit setzt sich der Trend zur Arbeitsverdichtung im Krankenhaus für Ärzte und Pflegepersonal seit 1993 unvermindert fort. Immer mehr Patienten werden in immer kürzeren Zeiten mit zumeist weniger Personal in Sachsen stationär versorgt.

 

Weitergehende Informationen (Tabelle) finden Sie im Internet unter:

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