Zahl ausländischer Ärzte in Sachsen gestiegen

12.03.2010

Dresden: 1249 (+102) ausländische Ärzte aus 82 Nationen waren bei der Sächsischen Landesärztekammer zum 31. Dezember 2009 gemeldet. Daraus ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um etwa 9 Prozent. "Die ausländischen Kollegen sichern die medizinische Versorgung in Sachsen ab und helfen so, die Auswirkungen des Ärztemangels zu minimieren", so der Präsident der Sächsischen Landesärzekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze. Insgesamt bestätigt sich eine weiter zunehmende Anzahl von Ärzten aus Osteuropa in Sachsen, vor allem aus Polen, der Slowakei und Russland.

 

Die Sächsische Landesärztekammer hat in den vergangenen Jahren ausschließlich in Österreich um Ärzte für Sachsen geworben, weil dort mehr Ärzte ausgebildet werden, als für die Versorgung notwendig. Prof. Schulze: "Diesen Ärzteüberschuss können wir für Sachsen gut gebrauchen, um Lücken in den Krankenhäusern zu schließen. In Ländern mit einem Ärztemangel werden wir dagegen nicht aktiv".

 

Von den ausländischen Medizinern arbeiten 967 Ärzte im stationären Sektor und 126 im niedergelassenen Bereich. 51 arbeiten in sonstigen Bereichen und 97 ausländische Mediziner sind ohne ärztliche Tätigkeit.

 

Arbeitsorte (Auswahl)

 

Polen: Von den 174 polnischen Ärzten arbeiten 134 in stationären und 27 in ambulanten Einrichtungen. 6 polnische Ärzte sind in einer sonstigen Anstellung und nur 7 gehen keiner ärztlichen Tätigkeit nach.

 

Slowakei: Die 141 slowakischen Ärzte verteilen sich mit 125 auf den stationären Bereich und 8 in Niederlassungen. 3 befinden sich in einer sonstigen Anstellung und 5 sind ohne ärztliche Tätigkeit.

 

Russland: Von 104 russischen Ärzten arbeiten 79 im Krankenhaus, 7 in ambulanten Einrichtungen und 8 haben eine sonstige Anstellung. 10 von ihnen haben keine Anstellung im ärztlichen Bereich.

 

Tschechien: Die 116 Ärzte aus der Tschechischen Republik verteilen sich mit 97 Ärzten auf stationäre Einrichtungen, mit 10 auf ambulante und mit 3 Ärzten auf sonstige Anstellungen. 6 tschechische Ärzte haben keine ärztliche Anstellung.

 

p>Österreich: Von den 81 österreichischen Ärzten in Sachsen arbeiten 72 in stationären und nur 4 in ambulanten Einrichtungen. 1 österreichischer Arzt ist in einer sonstigen Anstellung tätig und 4 gehen keiner ärztlichen Tätigkeit nach.

 

Bulgarien: Von den 72 bulgarischen Ärzten arbeiten 56 im Krankenhaus und 6 in Niederlassungen. Ein bulgarischer Arzt ist in sonstigen Bereichen tätig. 9 Ärzte gehen keiner ärztlichen Tätigkeit nach.

 

Ukraine: Von den 71 Ärzten aus der Ukraine arbeiten 43 im Krankenhaus und 8 im ambulanten Bereich, 5 in sonstiger Anstellung. 15 haben keine ärztliche Anstellung.

 

Bei den Ärzten im stationären Bereich kann es sich um Fachärzte oder auch um Ärzte in Weiterbildung handeln, die einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Eine detaillierte Analyse ist durch die Statistik nicht möglich.

 

Mediziner aus Westeuropa sind bisher nur unterdurchschnittlich vertreten. Zum Beispiel arbeiten nur zwei Ärzte aus Großbritannien in Sachsen.

 

Tabelle: Ausländische Ärzte nach Ländern (Auswahl)

Länder
(Auswahl)
 
2005
 
2006
 
2007
 
2008
 
2009
Polen126148159172174
Slowakei73110121128141
Russland9910198111104
Tschechien54618394116
Österreich3858627781
Bulgarien5858636772
Ukraine5759636671
Rumänienk.A.23343853
Griechenland2124272729
Syrien25252923
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Gesamt835945106111471249

 

Grafik: Ausländische Ärzte nach Ländern (Auswahl)

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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