Staatsregierung verabschiedet Zuwanderungs- und Integrationskonzept (ZIK)

21.03.2012

Um dem Fachkräftemangel gegenzusteuern, setzt der Freistaat neben verstärkter Aus- und Weiterbildung von Arbeitslosen auch auf die Zuwanderung von Fachkräften. Deshalb hat das sächsische Kabinett heute das Sächsische Integrations- und Zuwanderungskonzept (ZIK) verabschiedet. Das ZIK soll die Grundlage für eine gezielte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte und die gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Integration der im Freistaat Sachsen lebenden Zuwanderer bilden. Schwerpunkt der Integration ist die Schaffung gleicher Chancen und Lebensbedingungen.

 

Das ZIK verfolgt vor allem folgende Ziele:

 

  1. 0.Bildung eines Netzwerkes für Integration
    Die Akteure der Integration sollen landesweit miteinander vernetzt werden, um den Informationsfluss zu verbessern. Als Multiplikatoren sollen sie zudem dazu beitragen, eine Willkommenskultur in der Bevölkerung zu verankern. Bereits bestehende Netzwerke werden eingebunden.
  2. 1.Gesundheitswegweiser
    Ein mehrsprachiger Gesundheitswegweiser soll Zuwanderer mit dem deutschen Gesundheitssystem vertraut machen und über die Angebote zur Beratung und Unterstützung informieren. Außerdem verweist er auf Ärzte mit Fremdsprachenkenntnissen.
  3. 2.Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen (IBAS)
    Die in Dresden neu eingerichtete Informations- und Beratungsstelle für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erteilt Auskünfte über die Verfahren der Kompetenzfeststellung und Nachqualifizierung. Die gewonnenen Erkenntnisse über den Beratungsbedarf dienen als Gradmesser für eine mögliche landesweite Ausdehnung der Beratung.
  4. 3.Integrationsmonitoring
    Stand, Entwicklung und Fortschritte des Integrationsprozesses werden dargestellt und bewertet. Erfolge, aber auch Defizite, werden damit sichtbar und überprüfbar.

 

Nähere Informationen sind unter

abrufbar.Derzeit leben in Sachsen 4,2 Millionen Menschen. 2020 werden es nur noch 3,9 Millionen sein, eine Million weniger als 1990. Heute ist jeder vierte Sachse über 65 Jahre alt. 2020 wird es jeder dritte sein. Der Anteil der Erwerbstätigen nimmt überproportional ab. Ab 2014 werden in Sachsen mehr Menschen in den Ruhestand gehen als neu ins Arbeitsleben eintreten. Bereits jetzt suchen sächsische Unternehmen in bestimmten Branchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt.

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