GB-A-Beschluss: Kliniken müssen Chefarztverträge offenlegen

21.03.2014

Wenn Kliniken ihren Chefärzten finanzielle Anreize für eine bestimmte Anzahl an Eingriffen setzen, müssen sie dies künftig offenlegen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen beschlossen, teilten die Kassen mit. Die Transparenzpflicht soll Patienten besser vor unnötigen Operationen schützen. Fast die Hälfte aller neu geschlossenen Chefarzt-Verträge enthalten einer Studie der Unternehmensberatung Kienbaum zufolge derartige Boni-Klauseln. Meistens sehen die darin enthaltenen Zielmarken eine Steigerung vor. Solche Chefarztverträge wurden in der Vergangenheit auch von Ärzten selbst scharf kritisiert.  Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer gaben deshalb bereits Empfehlungen gegen einen derartigen Mechanismus heraus.

 

Künftig soll laut Krankenkassen die Existenz solcher Chefarztvereinbarungen in einem Krankenhaus nun auch im Internet überprüft werden können. Sollten Kliniken in ihren verpflichtenden Berichten über die Qualität ihrer Behandlungen unvollständige Angaben machen oder solche Berichte ganz fehlen, müssten sie zudem mit Sanktionen rechnen.

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