Gesundheitsziel aktuell: Präventionsprojekt Diabetes mellitus startet

21.03.2007

Der beste Weg Typ 2 Diabetes zu heilen, ist ihn zu verhindern. Ab Mitte April beginnt dazu die Umsetzung eines Programms zur Prävention des Diabetes mellitus Typ 2 in Sachsen. Damit wird erstmalig ein Gesundheitsziel in der Versorgung praktisch umgesetzt. Ziel des Programms ist es bei Risikopersonen für einen Typ 2 Diabetes die Erkrankung vor Ausbruch erfolgreich zu verhindern.

 

In der Arbeitsgruppe gesundheitsziele-sachsen wurden die entscheidenden Voraussetzungen für ein Sächsisches Präventionsprogramm erarbeitet. Es ist geplant, ein dreischrittiges Programmkonzept zu etablieren, welches in eine kontinuierliche Betreuung von Risikopersonen mündet.

 

Bestimmung des Diabetesrisikos mit einem Fragebogen FINDRISK, mit acht einfachen Fragen kann ein Diabetes-Risiko erkannt werden. Siehe:

 

Personen mit einem Punktwert von 11 - 20 Punkten haben ein erhöhtes kardiovaskuläres und Diabetes-spezifisches Risiko. Diese Risikopersonen sollten damit unbedingt an dem Interventionsprogramm (Kursprogramm mit zwei Kursen) zur Diabetesprävention teilnehmen (Anmeldung unter 01805 529 110). Dieses setzt sich aus einer kontinuierlichen Intervention und einem intensiven zeitlich begrenzten Schulungsprogramm (8 Kursstunden) zusammen. Es beginnen beide Kurse überlappend, so dass die Risikoperson nach Ende der intensiven Interventionsphase "kontinuierlich" in die Weiterbetreuung übergeht.

 

Die Risikopersonen mit über 20 Punkten im FINDRISK-Bogen und damit einem sehr hohen Risiko, dass bereits ein unentdeckter Diabetes vorliegt, sollten sich unbedingt einer ärztlichen Kontrolle unterziehen. Diese Personen könnten sich also bei Ihnen in der Praxis melden, damit ein Diabetes diagnostiziert oder ausgeschlossen wird. Wenn sich die Diabetesdiagnose nicht stellt, können diese Personen an dem Interventionsprogramm teilnehmen (Anmeldung unter 01805 529 110).

 

"Wir haben die Chance als erstes Bundesland flächendeckend ein Diabetespräventionsprogramm umzusetzen. Sachsen wird damit zu einem Piloten, der Auswirkungen auf die präventive Versorgung von Risikopersonen bundesweit aber auch in der EU hat", so Dr. Schwarz, Projektleiter.

 

Fragen zum Projekt richten Sie bitte an Dr. Peter Schwarz, peter.schwarz@uniklinikum-dresden.de.

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