Herabstufung von Oberärzten verstärkt Ärztemangel in Sachsen

18.07.2007

Dresden: Mit einer unakzeptablen Praxis der Herabstufung zum Facharzt werden hoch spezialisierte Oberärzte an sächsischen Kliniken demotiviert. Für eine vergleichbare ärztliche Tätigkeit und Verantwortung werden sie deutlich niedriger vergütet als oberärztliche Kollegen. Der erste Prozess in Sachsen wurde am 13.Juli zu Gunsten einer Ärztin in Leipzig entschieden.

 

Mit den dort derzeit weiteren Güteterminen und Arbeitsgerichtsverhandlungen mit betroffenen Oberärzten hofft die Sächsische Landesärztekammer nun auf eine Klärung im Sinne der betroffenen Ärzte. Immerhin beträgt der finanzielle Verlust für manche Ärzte monatlich gut 1.000 Euro.

 

Es besteht grundsätzlich die Aussicht auf Erfolg mit Blick auf den in Leipzig entschiedenen Prozess in einem vergleichbaren Streitfall. Und andere Bundesländer haben es gar nicht erst auf eine solche Ungleichbehandlung hinauslaufen lassen, wie etwa die Uniklinik Münster, die als bundesweit erstes Universitätsklinikum alle 177 bisherigen Oberärzte nach dem Tarifvertrag für Ärzte korrekt vergütet.

 

Die Qualität der medizinischen Versorgung an einer Uniklinik muss sich am Hilfebedarf der Kranken und den Behandlungsergebnissen messen lassen, nicht aber an der Erlössituation. Einsparungen zulasten der Ärzte und damit der Leistungsträger werden nur dazu führen, dass der Ärztemangel in Sachsen zunimmt.

 

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung unter 0351 8267 160.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte