Veranstaltung: Künstliche Ernährung (PEG) am Lebensende

28.12.2008

Öffentliche Veranstaltung des Gesprächskreises Ethik in der Medizin:

 

Künstliche Ernährung (PEG) am Lebensende - Medizinische Implikationen und ethische Grenzen

 

Vortrag mit Prof. Dr. med. Christian Löser (Kassel), am 29. Januar 2009, um 18.30 Uhr in der Sächsischen Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden.

 

Prof. Löser wirft mit Blick auf die ernährungsmedizinische Betreuung schwer kranker Patienten mit infauster Prognose eine Vielzahl von grundsätzlichen Fragen auf. Denn für ihn ist künstliche Ernährung keine symbolische Behandlung bei infauster Prognose der Grunderkrankung. Eine künstliche Ernährung kann der Therapie zugeordnet werden und wäre damit der medikamentösen Behandlung vergleichbar. Wird die Ernährung dagegen zu den Grundbedürfnissen eines Menschen gerechnet, so wäre eine künstliche Ernährung auch Teil der Grundpflege, welche die Sauerstoffgabe, die Analgesie und die Flüssigkeitszufuhr umfasst. Nach dieser Einschätzung müsste die künstliche Ernährung auch bei infauster Prognose bis zum Lebensende durchgeführt werden. Die Zuordnung der künstlichen Ernährung zur Therapie oder Grundpflege ist eine grundsätzliche Entscheidung. Der Einsatz von interventionell gelegten Ernährungssonden (z.B. PEG-/PEJ-Sonden) im Rahmen einer palliativmedizinischen Ernährung wirft auch eine Vielzahl von ethischen Fragen auf, die nur individuell und nicht allgemeingültig zu entscheiden sind. Auch auf diese Fragen wird Prof. Löser in seinem Vortrag eingehen.

 

Die Veranstaltung ist mit 2 Fortbildungspunkten zertifiziert. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier:

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