Sachsen beteiligt sich an Demografie-Projekt der EU - Medizinische Versorgung ebenfalls Bestandteil

16.06.2010

Der Freistaat Sachsen arbeitet in den kommenden zwei Jahren eng mit zwölf anderen europäischen Regionen zusammen, die selbst überdurchschnittlich stark von einer überalternden Gesellschaft betroffen sind. Die Länder wollen voneinander lernen, wie man mit deren Auswirkungen umgeht.

 

Den Ausgangspunkt bildet das von der EU geförderte Projekt DART (Declining, Ageing and Regional Transformation). Ziel ist es, die Auswirkungen von Alterung und schrumpfender Bevölkerung zu gestalten und damit einhergehende Probleme für den Bildungssektor, für Unternehmen, die medizinische Versorgung und für soziale Dienste zu meistern.

 

Im Mittelpunkt des bis Ende 2012 angelegten Projekts stehen Strategien und der Erfahrungsaustausch von Beispielen "guter Praktiken". Darüber hinaus will man Indikatoren entwickeln, um den demografischen Wandel "angemessen" abbilden zu können. Die Ergebnisse münden in eine europäische Diskussion und dienen einer stärkeren Ausrichtung der europäischen Politik auf den demografischen Wandel.

 

"Viele europäische Regionen haben bei der Bevölkerungsentwicklung ähnliche Probleme wie Sachsen", erklärt Sachsens Staatskanzleichef Johannes Beermann. "Wir wollen von unseren Partnern lernen und gemeinsam Ideen entwickeln. Zugleich können wir unseren eigenen Erfahrungsschatz beim Umgang mit Bevölkerungsrückgang und Alterung in die Waagschale legen. Schließlich haben wir uns dem demografischen Wandel frühzeitig gestellt."

 

Die Partner des DART-Projektes sind öffentliche Institutionen der Regionen Brandenburg, Limburg (Niederlande), Centru (Rumänien), Kainuu und Nord-Karelien (Finnland), Galizien (Spanien), Zentral-Böhmen (Tschechien), Slowenien, Niederschlesien (Polen), Galway (Irland), Niederösterreich (Österreich) und Venetien (Italien).

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