Organspende - bewusst entscheidenVeranstaltungsreihe im Deutschen Hygiene-Museum

30.08.2010

Der Bedarf an Spenderorganen in Deutschland ist groß: 12.000 Menschen warten derzeit auf die lebensrettende Transplantation. Im vergangenen Jahr wurden etwa 4.000 Organe übertragen. Für jeden kann nach einem Unfall oder einer Krankheit eine solche Spende lebenswichtig werden. Rund zwei Drittel der Deutschen sind bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden, wenn Sie danach gefragt werden. Doch wer einen Organspendeausweis ausfüllt, muss sich damit auseinandersetzen, dass er selbst plötzlich sterben könnte - und das ist jenseits von dem, was wir uns vorstellen wollen. Vielleicht hat deshalb nur jeder sechste Bundesbürger einen Organspendeausweis ausgefüllt?

 

Die Veranstaltungsreihe "Organspende - bewusst entscheiden" soll für das Thema sensibilisieren und Hilfestellung zu einer eigenen Entscheidung für oder gegen Organspende geben. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, dem Körper und seiner Organe bilden einen Schwerpunkt der Reihe. Organisiert werden die Veranstaltungen vom Deutschen Hygiene-Museum und der Sächsischen Landesärztekammer.

  • 31. August 2010, 19.00 Uhr
    Organe spenden: Zwei Seiten des Todes
    PD Dr. med. habil. Jochen Machetanz, Neurologische Klinik, Städtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt;
    Dr. disc. pol. Vera Kalitzkus, Medizinethnologin, Universität Witten-Herdecke
  • 7. September 2010, 19.00 Uhr
    Organe empfangen - Weiterleben mit dem Fremden
    Prof. Dr. med. habil. Johann Hauss, Klinik für Abdominal-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Vorsitzender der Kommission Transplantation der Sächsischen Landesärztekammer;
    Dr. phil. Oliver Decker, Diplompsychologe, Selbständige Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig
  • 14. September 2010, 19.00 Uhr
    Hirntod und Organspende. Ein Tod - ein Leben
    Podiumsdiskussion
    Dr. med. Werner Siekmeyer, Abteilung interdisziplinäre Kinderintensivmedizin, Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Universitätsklinikum Leipzig;
    Prof. Dr. phil. habil. Anna Bergmann, Kulturwissenschaftliche Fakultät der Europa-Universität Frankfurt (Oder);
    Dr. disc. pol. Vera Kalitzkus, Medizinethnologin, Universität Witten-Herdecke;
    Prof. Dr. med. Katrin Engelmann, Klinik für Augenheilkunde, Klinikum Chemnitz;
    Moderation: Ulrich Braun, Ethikprojekt, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • 28. September 2010, 19.00 Uhr
    Was bin ich wert? Versuch einer öffentlichen Menschenwertberechnung
    Gespräch und Lesung mit Jörn Klare in Kooperation mit dem Suhrkamp-Verlag
    Jörn Klare berichtet über seine Reise durch die Welt der Menschenwertberechner, auf die er sich für sein Buch „Was bin ich wert? - Eine Preisermittlung” begeben hat.

 

Veranstaltungsort:
Deutsches Hygiene-Museum
Lignerplatz 1, 01069 Dresden

 

Die Vorträge werden durch die Sächsische Landesärztekammer als zertifizierte Ärztefortbildung mit je zwei Punkten anerkannt.

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