Internationaler Frauentag: Über die Hälfte der berufstätigen Ärzte in Sachsen ist weiblich

08.03.2011

Dresden: Der Frauenanteil unter allen berufstätigen Ärzten in Sachsen liegt heute bei 52,9 Prozent (Stand: Ende 2010). "Dies spiegelt den Trend der Feminisierung der ärztlichen Tätigkeit für ganz Deutschland wieder.", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2011 dankte er seinen Kolleginnen und wies darauf hin, dass es auch mit Blick auf den Ärztemangel in Sachsen deshalb besonders wichtig sei, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Ärzte zu ermöglichen.
 

Die Feminisierung hat bislang allerdings keinen Einfluss auf das signifikante Ungleichgewicht bei den leitenden Funktionen. Hier zeigt die Verteilung der Krankenhausärzte weiterhin deutlich in Richtung der Männer: 523 leitenden Ärzten stehen 87 Ärztinnen in Sachsen gegenüber.
 

Viele Krankenhäuser und Praxen bieten schon heute wohnortnahe Arbeitsplätze, aber oft auch Teilzeittätigkeiten an, so dass sich familiäre Herausforderungen mit der gewünschten Berufstätigkeit in Einklang bringen lassen. Diese Möglichkeiten müssten für Ärztinnen und Ärzte noch ausgebaut werden, so Prof. Schulze. Zugleich sei es wichtig, Programme zu etablieren, welche den Wiedereinstieg nach einer Berufspause wie Elternzeit erleichtern.

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