Sächsischer Krankenhaustag 2013

Sicherung der Behandlungsqualität der Patienten

07.11.2013

Dresden: Anlässlich des diesjährigen Sächsischen Krankenhaustages am 7. November 2013 im Congress Center Dresden, spricht der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Professor Dr. med. habil. Jan Schulze, dort zu gesundheitspolitischen Implikationen für die sächsischen Krankenhäuser.

  

Im Zentrum seiner Rede steht der Appell an die neue Bundesregierung, die mehrfach angekündigte Reform der Krankenhausfinanzierung umzusetzen. Ziel muss eine nachhaltige Finanzierung der Kliniken und Krankenhäuser sein. Prof. Schulze sieht auf Ländereben den Freistaat Sachsen in der Pflicht, nicht nur die Hochschulmedizin, sondern auch eine wohnortnahe Krankenhausversorgung abzusichern, denn sehr kleine Krankenhäuser können betriebswirtschaftlich nicht über reine Durchschnittskosten - und nichts anderes sind DRG´s - refinanziert werden.

 

Dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer geht es allerdings um mehr als um eine reine Finanzierungsfrage. Denn, so seine Warnung, wo Patientenversorgung als durchorganisierter Produktionsprozess verstanden wird, bleibt sowohl die Genesung der Patienten auf der Strecke als auch die bisher noch qualitativ hochwertige Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Ärzte.

 

Für eine zukunftsfähige Gesundheitslandschaft wird eine strukturierte Aus- und Weiterbildung unabdingbar sein, die den Arzt zum sektorübergreifenden Denken und Handeln befähigt. Nur in der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Kliniken und ambulanten Versorgern im Sinne einer abgestimmten und individuellen Patientenversorgung werden die Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft zu meistern sein.

 

Abschließend weist Prof. Schulze auf die Notwendigkeit eines Umdenkens auch in Bezug auf die Bedürfnisse der Ärzte hin. Eine neue Generation Mediziner stellt selbstbewusst Ansprüche an den Arbeitsplatz, die in anderen Bereichen längst selbstverständlich sind. Hier wird ein Arbeitszeitgesetz nicht nur als Richtlinie und eine „Vereinbarkeit von Beruf und Familie" nicht nur als bloße Worthülse verstanden. Es sei daher an der Zeit für alle Kliniken, diese Ansprüche ernst zu nehmen und zum Beispiel Karrieremöglichkeiten für Ärztinnen zu verbessern, um letztlich dem gemeinsamen Ziel zu dienen: der Verbesserung der Patientenversorgung in Sachsen.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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