Niedergelassene Ärzte mit ihrem Beruf sehr zufrieden

Aber zu wenig Zeit für Patienten

07.07.2014

„Meine Arbeit macht mir Spaß": 93 Prozent der niedergelassenen Hausärzte, 95 Prozent der Fachärzte und 99 Prozent der Psychotherapeuten stimmen dieser Aussage zu. Das ist eines der zentralen Ergebnisse aus dem Ärztemonitor 2014, den das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der KBV und des NAV-Virchow-Bundes durchgeführt hat. Mehr als 8 von 10 Ärzten und Psychotherapeuten würden ihren Beruf erneut ergreifen und fast 100 Prozent empfinden ihre Arbeit als nützlich.

 

Bei aller positiver Grundstimmung ist der Blick auf die Zahl der Unzufriedenen jedoch ernüchternd: 39 Prozent der Praxisärzte sind unzufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation, 46 Prozent beklagen eine fehlende finanzielle Planungssicherheit. Bei einer persönlichen Arbeitsbelastung von durchschnittlich 54 Arbeitsstunden bei täglich 45 behandelten Patienten fehlt 66 Prozent der Befragten ausreichend Zeit für den Patienten. Dies und die ständig steigende Bürokratie sowie der wirtschaftliche Druck verschlechterten die Stimmung und führten dazu, dass 67 Prozent der Praxisärzte sich wünschen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren.

 

Jeder vierte Haus- und Facharzt plant, in den kommenden fünf Jahren die Praxis abzugeben. Viele finden aber keinen Nachfolger. Auch deswegen sagen rund 75 Prozent, dass die Praxis ihre Funktion als Altersvorsorge verloren hat.

 

Mehr als 10.000 Niedergelassene haben von Februar bis Mai 2014 an den telefonischen Interviews des Ärztemonitors 2014 teilgenommen. Damit ist der Ärztemonitor die umfangreichste Repräsentativbefragung von niedergelassenen Medizinern.

 

Die aktuellen Ergebnisse des Ärztemonitors 2014 finden Sie auch hier: 

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