Ebolaausbruch in Westafrika

Informationen für Ärzte (Mitteilung vom 14.11.2014, am 16.01.2015 aktualisiert)

08.02.2015

Erstmals gibt es vorsichtige Anzeichen, dass die Ebolaepidemie in Westafrika ihren Zenit überschritten haben könnte. Die wöchentlich gemeldeten Neuerkrankungen sind rückläufig, zurückgeführt wird dies auf deutlich verbesserte Möglichkeiten zur Isolierung und Behandlung der Patienten. Inzwischen haben sich mehr als 21.200 Menschen mit dem Virus infiziert, mindestens 8400 sind daran gestorben. Dabei dürfte die Dunkelziffer nach Ansicht von Experten deutlich höher liegen. Liberia ist das mit Abstand am schlimmsten betroffene Land. Es folgt Guinea und Sierra Leone.

Der Vorstandsvorsitzende von "Ärzte ohne Grenzen Deutschland", Tankred Stöbe, beklagte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", die deutsche Hilfe komme zu spät und zu unkoordiniert. Die Sächsische Landesärztekammer stellt „Ärzte ohne Grenzen“ 150.000 EUR zur Verfügung, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen. "Ärzte ohne Grenzen" betreibt nach eigenen Angaben sechs Ebola-Behandlungszentren.


Obwohl das Risiko für den normalen Westafrika-Reisenden äußerst gering ist, macht sich mancher Reiserückkehrer Sorgen. Die aktuellen Infektionsfälle in den USA und in Spanien beunruhigen besonders das medizinische Personal.

 

Aktuelle Informationen zum Thema Ebola finden Sie auf der Seite des RKI unter:

 

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt dabei auch ein Rahmenkonzept und ein Flussschema zur Verfügung, dass Ärzten helfen soll abzuklären, ob ein begründeter Ebola-Verdachtsfall vorliegt. Außerdem hat das RKI für Reiserückkehrer ein Informationsblatt bereitgestellt.

 

Die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen hat das ausführliche Rahmenkonzept des RKI für das Land Sachsen angepasst und stellt es in einer Kurzfassung zur Verfügung:

 

Ein umfassender Artikel von Dr. med. Thomas Grünewald aus der Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin und Nephrologie, Zentrum für Innere Medizin, Klinikum St. Georg Leipzig, findet sich im Ärzteblatt.

 

Auch die KBV hat Informationen zur Lage bereitgestellt:

 

Unter www.gesunde.sachsen.de hat das SMS unter Aktuelles weitere Informationen für den Umgang mit Verdachtsfällen ins Internet gestellt, sowohl für die Krankentransporte als auch für den konkreten Umgang in Klinik und Praxis.

 

 

Ebola-Informationsveranstaltung am 28.11.2014 in Dresden

Ebola-Informationsveranstaltung am 28.11.2014 in Dresden

Die Sächsische Landesärztekammer hat gemeinsam mit den Kreisärztekammern und dem SMS Ende November in Chemnitz, Leipzig und Dresden drei Informationsveranstaltungen durchgeführt, viele Fragen konnten hier konkret geklärt werden.

 

Das St. Georg in Leipzig bietet Kurse zum Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung an. Nähere Informationen finden Sie hier

Seitenfunktionen

Partner

  • Ärzte ohne Grenzen
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • Gesunde Sachsen
Mein Konto

Schnelleinstieg

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte