Positionierung der Sächsischen Landesärztekammer gegen Beihilfe zum Suizid

01.07.2015

Anlässlich der 1. Lesung der Gesetzesentwürfe zur Suizidbeihilfe im Deutschen Bundestag am 3. Juli positioniert sich die Sächsische Landesärztekammer gegen den ärztlich assistierten Suizid. Ärzte müssen weiterhin die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung ablehnen.

 

"Unsere ärztliche Aufgabe ist es, Menschen in Not beizustehen und ihnen ihre Schmerzen weitestgehend zu nehmen, sie beim Sterben zu begleiten, auch mit den Möglichkeiten der terminalen Sedierung.", betont Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. Damit bekräftigt er die Grundsätze der Bundesärztekammer.

 

Zugleich begrüßt er das geplante Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung. Nach seiner Ansicht müsse vor allem die häusliche Betreuung, die Begleitung und Unterstützung von Angehörigen ausgebaut sowie Brückenteams zur Versorgung schwerstkranker Patienten zu Hause finanziell stärker gefördert werden.

 

Der medizinische Fortschritt und die steigende Lebenserwartung werden die Gesellschaft auch weiterhin mit neuen ärztlich-ethischen Problemen konfrontieren. Deshalb müsse es einen kontinuierlichen Diskurs zur Rolle des Arztes in der Begleitung Sterbender geben, so Bodendieck. "Denn Aufgabe der Ärzte ist es auch, den nachfolgenden Ärztegenerationen ein Vorbild im Umgang mit unheilbar kranken Patienten zu sein."

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