Aktuelle Studie: Sachsen mit Krankenhäusern und ärztlicher Versorgung am zufriedensten

19.01.2018

Standardisierte Krankenhausweiterempfehlungsbereitschaft nach Bundesländern
Quelle: PEQ-Daten 2015/2016, eigene Berechnung und Darstellung (IGES 2017)

Standortbezogene standardisierte WEB
Quelle: PEQ-Daten 2015/2016, eigene Berechnung und Darstellung (IGES 2017)

 

82% der Sachsen sind mit ihren Krankenhäusern und der ärztlichen Versorgung laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie zufrieden. Auf dem zweiten Platz liegt Bayern mit 79%. Ausgewertet wurden die Befragungen zur Patientenzufriedenheit von AOK und Barmer (Weiße Liste). Ausgewertet wurde die Zufriedenheit der Patienten mit dem Krankenhausaufenthalt (Weiterempfehlungsbereitschaft), mit der ärztlichen Versorgung und mit der pflegerischen Betreuung.

 

Ein Erklärungsansatz für die Ergebnisse der Studie ist der Altersdurchschnitt. Ältere Patienten weisen eine höhere Weiterempfehlungsbereitschaft sowohl für die chirurgischen als auch für die internistischen

Fachabteilungen auf als jüngere Patienten. Da Sachsen  mit den höchsten Altersdurchschnitt in der gesamtdeutschen Bevölkerung hat, könnte dies ein Grund für das positive Ergebnis sein.

 

Auffällig sei auch, dass die Zufriedenheit mit der Größe der Einrichtung und der Fallzahl abnimmt. Je mehr Betten und je mehr stationäre Fälle in der Chirurgie oder Inneren Medizin, desto geringer die Weiterempfehlungsbereitschaft und Patientenzufriedenheit.

 

Eine relativ hohe Zufriedenheit der Patienten mit den Krankenhausaufenthalten in chirurgischen Fachabteilungen wurde für Thüringen (O/E-Ratio: 1,03) und Sachsen (O/E-Ratio: 1,03) festgestellt. In den internistischen Fachabteilungen liegt Sachsen (O/E-Ratio: 1,04) ebenfalls deutlich über den erwarteten Werten.

 

Laut den Autoren der Studie gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen einer hohen regionalen Hausarztdichte und der Patientenzufriedenheit in den stationären Einrichtungen. Jedoch mit steigender regionaler Fachinternistendichte in der ambulanten Versorgung verringere sich die Zufriedenheit der Patienten für die vollstationäre internistische Versorgung. Unterschiede entstünden auch je nach Siedlungsstruktur. Die Bewertung eines stationären Aufenthaltes hänge demnach nicht allein von der eigentlichen Krankenhausversorgung ab, sondern auch vom jeweiligen Bewertungskontext, also bestimmten patientenassoziierten, krankenhausspezifischen und regionalstrukturellen Einflussfaktoren.

 

Innerhalb Sachsens schneiden Ostsachsen und das Vogtland am Besten ab.

 

Die komplette Studie finden Sie hier:

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