300 Millionen Euro zusätzlich für Landärzte

24.06.2011

Etwa 300 Millionen Euro will die Bundesregierung über das geplante Versorgungsstrukturgesetz Landärzten zusätzlich zur Verfügung stellen. Dies berichtet die Ärzte Zeitung in ihrer Ausgabe vom 24. Juni 2011 nach einem Interview mit dem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Zudem sollen die Ambulanten Kodierrichtlinien wegfallen, Honorare regionalisiert werden und die Angst vor einem Regress soll genommen werden.
 

Damit richte sich das geplante Versorgungsgesetz laut Bahr besonders an Hausärzte und schaffe "verlässliche Perspektiven, wenn sich Ärzte in der Fläche" niederließen. Zudem bekannte sich der Minister auf Grund der guten Erfahrungen in Baden-Württemberg klar zu den Selektivverträgen. Selektivverträge dürften aber das Kollektivvertragsystem insgesamt nicht infrage stellen. Oberstes Ziel der Koalition bleibe es, die Sektorengrenzen zu überwinden. Dafür soll mit der Spezialärztlichen Ambulanten Versorgung ein neuer Leistungssektor geschaffen werden. Der Minister ließ dagegen offen, ob die geplante GOÄ-Reform noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden könne. Hier müsse er sich unter anderem mit seinen Kollegen aus dem Innen- und Wirtschaftsressort abstimmen.

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