Bienvenido in Sachsen - neues Modellprojekt zur Vermittlung von Praxisnachfolgern

07.08.2012

In einigen sächsischen Orten kann es Ihnen ab sofort spanisch vorkommen, denn deutsch lernende spanische Ärzte und ihre Familien kommen in ihrer neuen Heimat an. Der Grund: Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) hat über einen Personaldienstleister im EU-Ausland nach Ärzten als Praxisnachfolger gesucht und auch gefunden. Es handelt sich um gestandene Mediziner mit ambulanter Erfahrung, die nach Deutschland übersiedeln und hier dauerhaft sesshaft werden wollen. Bei den gefundenen Kandidaten handelt sich um Ärzte mit sehr guter Ausbildung, in ungekündigter Stellung und mit langjähriger ambulanter Erfahrung. Die neuen Vertragsärzte sind verpflichtet, mindestens vier Jahre am Standort niedergelassen zu sein.

 

Die ersten drei Praxisinhaber im Vogtlandkreis, Landkreis Zwickau und Mittelsachsen unterschrieben mit drei spanischen Ärzten am 29. Juli 2012 ihre Verträge zur Praxisübergabe. Weitere Verträge stehen kurz vor dem Abschluss. Für diese drei spanischen Ärzte begann am 02. August 2012 in Chemnitz ein Deutsch-Intensivkurs. In einem Rhythmus von jeweils drei Wochen Sprachkurs und einer Woche Praktikum beim Praxisabgeber werden die Kandidaten auf ihre Tätigkeit in Deutschland vorbereitet.

 

Die Verträge beinhalten die Praxisübernahme zum Jahreswechsel, wenn die Sprachkunde bis dahin nachgewiesen wird. Die meisten Kandidaten werden bereits jetzt in den Orten wohnen, wo sie später arbeiten. Die Integration der Familien und der frühe und kontinuierliche Kontakt zu den potentiellen Patienten stehen dabei im Mittelpunkt.

 

Für die sächsischen Vertragsärzte ist dieses Konzept kostenneutral, die Auslagen des Personaldienstleisters werden nach Vorleistung durch die KV Sachsen von den "neuen Mitgliedern" getragen.

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