Sächsischer Verdienstorden für Ärzte

29.06.2015

Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreichte am 26. Juni 2015 im Dresdner Residenzschloss zwölf Bürgern den Verdienstorden des Freistaates Sachsen. Unter den Geehrten sind auch zwei Ärzte: Maria Ziegenfuß und Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze aus Dresden.

 

Prof. Dr. Jan Schulze erhielt diese Auszeichnung, da er als einer der Gründungsväter der Sächsischen Landesärztekammer sich durch seinen großen Einsatz bleibende Verdienste erworben hat. Mit hoher Motivation, dem Willen nach Veränderung und Demokratie setzte er sich vor, während und nach der Friedlichen Revolution bis zur deutschen Wiedervereinigung in verschiedenen basisdemokratischen Initiativen für die Schaffung neuer staatlicher Strukturen im Gesundheitsbereich ein. Mit Weitsicht und Durchsetzungskraft organisierte er in der Folge - zunächst von 1991 bis 2000 als Vorstandsmitglied der Kreisärztekammer Dresden und von 1999 bis Juni 2015 als Präsident der Sächsischen Landesärztekammer - eine neue Verbandsarbeit und setzte sich hierbei für eine starke und leistungsfähige ärztliche Selbstverwaltung auf allen Ebenen ein. Dabei kamen ihm seine langjährigen und landesweit geachteten Erfahrungen als Mediziner und Diabetes-Experte, Hochschulprofessor und ehrenamtlicher Gesundheitspolitiker zugute. Auf seine maßgebliche Initiative hin gründete sich 2009 auch das Netzwerk "Ärzte für Sachsen", das Medizinstudenten und Ärzte motiviert, sich für die Berufsausübung in Sachsen zu entscheiden. Seit 12. Juni 2015 ist er Ehrenpräsident der Sächsischen Landesärztekammer.

 

Maria Ziegenfuß erhielt die Ehrung, da sie als Ärztin und Initiatorin des sächsischen Palliativ- und Hospizwesens nach der Friedlichen Revolution und dem dann folgenden Aufbau neuer Strukturen im Freistaat Pionierarbeit geleistet hat. Bereits in der DDR engagierte sie sich als Ärztin in der Sterbebegleitung. Mit ihrer christlichen Überzeugung setzte sie sich für eine seelsorgerische Begleitung ein, um bei Sterbenden und Angehörigen Sorgen und Ängste zu lindern. Mit Mut und Begeisterung baute sie in Sachsen ein Netzwerk der Hospiz- und Palliativbewegung auf und trug das Thema in die Öffentlichkeit. In der Folge setzte sie sich außerdem für eine würdevolle Bestattung von Früh- und Totgeburten ein. 2005 ergriff sie die Initiative zur Gründung des Vereins Sternenkinder. Dieser bietet die Bestattung von Früh- und Totgeburten an, organisiert Gedenkfeiern und begleitet die Hinterbliebenen in deren Trauer. Maria Ziegenfuß setzte sich ebenso für die Organisation und Gewährung humanitärer Hilfen für ausländische Bürger in lebensbedrohlicher Situation ein.

 

Mit dem Verdienstorden ehrt der Freistaat Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben. Bei dem Sächsischen Verdienstorden handelt es sich um die höchste staatliche Auszeichnung des Freistaates.

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