Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung

09.11.2015

Am 6. November 2015 hat der deutsche Bundestag das Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung mit 360 gegen 233 Stimmen bei 9 Enthaltungen beschlossen. Diese Entscheidung wird vom Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck,  ausdrücklich begrüßt, verbietet dieses doch auf der einen Seite die gewerbsmäßige Sterbehilfe und lässt auf der anderen Seite das intime Arzt-Patienten oder Angehörigen-Patientenverhältnis außen vor. Denn Angehörige oder andere dem Suizidwilligen nahestehende Personen, die sich lediglich als nicht geschäftsmäßig handelnde Teilnehmer an der Tat beteiligen, sind von der Strafandrohung ausgenommen.

 

Erik Bodendieck: Der ärztliche Grundsatz, Ärzte leisten Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben bleibt unangetastet. Eine ärztliche Sterbebegleitung kann wie bisher im engsten Arzt-Patienten-Verhältnis und mit den Mitteln der Palliativmedizin erfolgen.

 

Die Ärzteschaft hat von Anfang an unmissverständlich klargestellt, dass die Tötung des Patienten, auch wenn sie auf dessen Verlangen erfolgt, sowie die Beihilfe zum Suizid nach den Berufsordnungen aller Ärztekammern in Deutschland nicht zu den Aufgaben des Arztes gehören.

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