Sächsische Ärzte fordern Abbau der Bürokratie

15. Sächsischer Ärztetag: Die sächsische Ärzteschaft richtet sich gegen jede weitere Bürokratisierung ihrer Tätigkeit und fordert von den Entscheidungsträgern eine deutliche Beschränkung der Bürokratie in Praxis und Klinik.

Erik Bodendieck, Vorstandsmitglied: "Wir fordern eine Minimierung des Aufwandes an medizinischer Dokumentation bei Chronikerprogrammen und diagnoseorientierten Fallpauschalen. Wir fordern eine Reduktion der Nachfrageleistungen der Krankenkassen und wir fordern eine Reduktion des Dokumentationsaufwandes zur Begründung einer optimalen Patientenversorgung".

Die sächsische Ärzteschaft unterstützt Bemühungen zur Reform des Gesundheitswesens, soweit die Wissenschaftlichkeit der Maßnahmen dem aktuellen Stand entsprechen. Entwicklungen der letzten Jahre aber laufen dieser Forderung entgegen.

Ärzte in Klinik und Praxis sind zunehmend damit beschäftig, nicht evaluierbare Dokumentationsbögen auszufüllen. Die Zeit für sparsamere, qualitätsgesicherte Patientenbetreuung durch Zuwendung wird dabei aber immer geringer.

Es ist nicht nur eine Tendenz sondern Gewissheit, dass sich der Arzt durch politische und bürokratische Vorgaben immer weiter von seinen Patienten entfernen muss.

Herr Bodendieck: "Die Flut von Bescheinigungen zur Erlangung der Befreiung von Zuzahlungen, Nachfragen bei Arbeitsunfähigkeit - nicht zuletzt oft, wenn der Patient bereits seit langem wieder arbeitsfähig ist oder auch nach sehr kurzer Dauer der Arbeitsunfähigkeit und unzählige andere Dokumentationsbögen fern ab der medizinischen Tätigkeit behindern die ärztliche Tätigkeit in der Praxis massiv".

In den Kliniken sind DRG und ebensolche Anfragen der Gesetzlichen Krankenversicherung tägliches Ärgernis der Kolleginnen und Kollegen.

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 350.

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