Erneutes Vorstandstreffen der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und der Sächsischen Landesärztekammer

05.06.2008

Die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) und der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK) trafen sich am 4. Juni 2008 bereits zum zweiten Mal zu einer gemeinsamem Beratung.

 

Schwerpunktthemen dieser Sitzung waren:

 

Rahmenvereinbarung über den Austausch personenbezogener Daten
Die gesetzlichen Vorgaben für die ärztlichen Körperschaften in Sachsen beinhalten eine Vielzahl von Aufgabenstellungen, deren Erfüllung zu Berührungspunkten zwischen den beiden Körperschaften, zum Beispiel in der Fortbildung der sächsischen Ärzteschaft, führt. Die Rahmenvereinbarung, die am 1. Juli 2008 in Kraft treten soll, formuliert die Grundsätze der Zusammenarbeit für den Austausch personenbezogener Daten.

 

Weiterbildungssituation in Sachsen
Die Weiterbildung zum Facharzt wird wegen bestehender Unterfinanzierung im deutschen Gesundheitswesen zunehmend schwieriger. Die Vorstände sprachen über die Entwicklung eines Fondsmodells zur Sicherung der Finanzierung der Weiterbildung für alle Fachgebiete, in welches alle aus der Weiterbildung von Ärzten Nutzen ziehende Organisationen und Körperschaften einzahlen.

 

Gesundheitsregion der Zukunft
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Ausschreibung zu der Thematik "Gesundheitsregionen der Zukunft" ausgelöst, an deren Ende in fünf Regionen in Deutschland das Zusammenspiel der Gesundheitsversorger in einer definierten Region unter dem Gesichtspunkt einer Zusammenführung der Leistungsanbieter mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft sowie Forschung und Entwicklung gefördert werden soll. Die Projektskizze des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden behauptete sich in der ersten Runde des Wettbewerbs und wurde von der Jury für die nächste Wettbewerbsphase ausgewählt. Die Sächsische Landesärztekammer und das Sozialministerium des Freistaates sind in diesem Strukturaufbau involviert.

 

Einbeziehung von Ärzten im Ruhestand in die vertragsärztliche Versorgung
Nach Einschätzung von Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, wären etwa 10 Prozent der ärztlichen Senioren bereit, in Pflegeheimen ärztlich tätig zu werden, um die medizinische Versorgung der Bewohner zu verbessern. Dieses Angebot sei jedoch nur im Rahmen einer kassenärztlichen Vertretung möglich. Dr. med. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, argumentierte, dass ein Arzt nur bis zum 68. Lebensjahr kassenärztlich tätig sein darf. Nur bei ärztlicher Unterversorgung einer Region dürfe diese Altersgrenze überschritten werden. In den Pandemie-Plan könnten die ärztlichen Senioren integriert werden.

 

Die Vorstände der KVS und der SLÄK treffen sich regelmäßig aller sechs Monate zu gemeinsamen Beratungen, um sich zu aktuellen Fragen der Berufs- und Gesundheitspolitik auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte