Bestätigter Fall von Neuer Influenza (Schweinegrippe) in Dresden

Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales

15.06.2009

Durch das Robert-Koch-Institut (RKI) wurde ein weiterer Fall der Neuen Grippe (Influenza A/H1N1) in Dresden bestätigt. Dabei handelt es sich um ein dreijähriges Mädchen aus Dresden, dass wegen Grippesymptomen am 11. Juni einem Arzt vorgestellt wurde. Weder das Kind noch seine Eltern waren verreist. Es gab auch keine Kontakte zu Reiserückkehrern. Einzigste Kontakte des Kindes fanden in seiner Kita statt.

 

Das Gesundheitsamt Dresden hat sofort alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Angesichts der weltweiten Erkrankungszahlen muss auch in Deutschland mit einer Zunahme an Erkrankungen gerechnet werden. Es besteht dennoch kein Grund zur Besorgnis, da die Erkrankungsverläufe der in Deutschland erkrankten Patienten bisher ausnahmslos leicht waren. Die Neue Influenza spricht zudem gut auf Medikamente (Neuraminidasehemmer) an, welche derzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

 

Die WHO hat inzwischen die Phase 6, also formal den Pandemiefall, festgestellt, nachdem sie die Bedingungen dafür als erfüllt ansieht. Definitionsgemäß müssen in mindestens zwei unterschiedlichen WHO-Regionen fortgesetzte Übertragungen des Virus von Mensch zu Mensch vorkommen.

 

Für Deutschland ändert sich dadurch derzeit nichts. Wir befinden uns hier formal in Phase 6 A. D.h., auch wenn in Deutschland mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden muss, entspricht das Infektionsgeschehen hier nicht dem einer Pandemie. Unverändert besteht keine allgemeine Gefährdung für die Bevölkerung. Damit ist keine Pandemieimpfung erforderlich. Maßnahmen, die bereits in den vorhergehenden Phasen ergriffen wurden, werden weitergeführt. Wir sind in Deutschland auf diese Situation gut vorbereitet. Grundlage ist der Nationale Pandemieplan, der in den letzten Jahren in allen Details gemeinsam von Bund und Ländern ausgearbeitet worden ist.

 

Er sieht im Falle einer Pandemie zwar auch eine Impfung mit spezifischem Pandemie-Impfstoff vor. Voraussetzung ist aber, dass Deutschland von der Pandemie betroffen ist. Eine weitere grundsätzliche Voraussetzung ist, dass von Seiten der WHO die Produktion als erforderlich angesehen und damit in Gang gesetzt wird. Entscheidungen dazu und zur Frage, für wen eine Impfung empfohlen werden wird, stehen noch aus.

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