Jahresbericht des Gemeinsamen Krebsregisters erschienen

19.03.2010

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

 

Inhaltlich völlig überarbeitet präsentiert sich der aktuelle Jahresbericht des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen. Unter dem Titel "Krebsinzidenz und Krebsmortalität 2005-2006" enthält der Bericht für 21 Krebsarten und für Krebs insgesamt die wichtigsten epidemiologischen Kenngrößen zu Inzidenz (Erkrankungshäufigkeit) und Mortalität (Sterberate).

 

In der Printversion des Jahresberichtes werden nach einem einheitlichen Schema auf jeweils sechs Seiten in Text-, Tabellen- und Grafikform neben Angaben zu Häufigkeiten und Trends jeder Krebsart auch Auswertungen zur Stadienverteilung, zum Erkrankungsrisiko und zur Primärtherapie aufbereitet. Ergänzt wird dies durch umfangreiches Tabellen- und Kartenmaterial auf Kreisebene sowie Angaben zur Krebssterblichkeit. Die im Internet verfügbare PDF-Version des Berichtes enthält zusätzlich einen Anhang mit detaillierteren Neuerkrankungs- und Sterbezahlen.

 

In Sachsen sind im Berichtszeitraum 2005-2006 jährlich etwa 13.000 Männer und 11.000 Frauen neu an Krebs erkrankt. Hinzu kommen etwa 4.500 Fälle von epithelialem Hautkrebs. Somit wurden insgesamt ca. 28.500 neue Krebserkrankungen im GKR für den Freistaat Sachsen dokumentiert. Die häufigste Krebsneuerkrankung ist bei Männern Prostatakrebs mit einem Anteil von 23 Prozent aller Krebsneuerkrankungen und bei Frauen Brustkrebs mit einem Anteil von 26 Prozent.

 

Einzelexemplare des Jahresberichtes können als Broschüre in der Registerstelle des GKR bestellt werden. In elektronischer Form stehen der Jahresbericht und der Anhang auf den Internetseiten des GKR unter

zum Download bereit.

 

Sächsische Daten zu Krebsneuerkrankungen sind jetzt auch im neuen interaktiven Krebs-Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister (GEKID) im Internet unter www.gekid.de verfügbar.

 

Analysen und Vergleiche auf Ebene der Bundesländer, die so bisher nicht möglich waren, sind nun auf einfachem Wege verfügbar. So treten zum Beispiel Brustkrebsneuerkrankungen im Osten Deutschlands weniger häufig auf als im Westen. Auch für andere Tumoren wie Lungenkrebs oder Tumoren des Mund und Rachenraums zeigen sich Unterschiede in den dokumentierten Erkrankungshäufigkeiten.

 

Für 25 einzelne Tumorarten sind Fallzahlen und Raten von Neuerkrankungen aus den Jahren 2000 bis 2006 in Karten- und Tabellenform sowie im zeitlichen Verlauf dargestellt. Zur orientierenden Einordnung hat die GEKID einen Vergleichsstandard für Deutschland hochgerechnet. Ergänzend werden Daten zur Krebssterblichkeit auf Basis der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts präsentiert.

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