„DENKMAL DER GRAUEN BUSSE” erinnert an Krankenmorde in Sachsen

25.06.2010

Am 28. Juni 2010 jährt sich zum 70. Mal der Beginn der Krankenmorde auf dem Sonnenstein. Am 28. Juni 1940 erfolgte der erste Transport in die Tötungsanstalt Sonnenstein. Dieser umfasste zehn Männer, die aus der Zwischenanstalt Waldheim abgeholt und noch am selben Tag ermordet wurden.

 

Während des Zweiten Weltkrieges wurden ca. 200.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen im Rahmen der «Euthanasie-Aktionen» getötet. Mehr als 70.000 Männer, Frauen und Kinder vergasten die Nationalsozialisten 1940/41 im Rahmen der Geheimaktion «T4» in sechs Tötungsanstalten. Allein in Pirna-Sonnenstein 13.720 Opfer darunter auch mindestens 51 Personen aus Pirna.

 

Anlässlich der 70. Jährung des Beginns der Krankenmorde in der Tötungsanstalt Sonnenstein wird ab 24. Juni 2010 das "Denkmal der Grauen Busse" im Pirnaer Stadtzentrum, in der Grohmannstraße, gezeigt. Dieses Denkmal erinnert an die Todestransporte im Zuge der so genannten «Euthanasie-Aktionen» der Nationalsozialisten.

 

Die Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz haben das «DENKMAL DER GRAUEN BUSSE» 2006 für das Zentrum für Psychiatrie Weissenau bei Ravensburg geschaffen. Ein in Originalgröße in Beton gegossener Bus des gleichen Typs, wie er in den Jahren 1940/41 von den Krankeneinrichtungen zu den Tötungsanstalten fuhr, erinnert an den Massenmord.

 

Das Denkmal wird in Pirna für ein Jahr auf die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde der Jahre 1940/41 hinweisen.

 

Der Trägerkreis, das sind die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, das Kuratorium Altstadt Pirna e.V., das Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V., die Stadtverwaltung Pirna und die Aktion Zivilcourage e.V., hat ein umfangreiches Rahmenprogramm u. a. mit Vorträgen, Lesungen und Sonderführungen vorbereitet.

 

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