Sächsische Neugeborene so schwer wie 1992 - Komplikationen vor allem bei Schwangerschaftsdiabetes

11.01.2011

Dresden: Das mittlere Geburtsgewicht aller Neugeborenen in Sachsen lag 2009 bei 3350 Gramm. Im Jahr 2000 betrug der Wert 3373 Gramm. Ein Vergleich mit dem Jahr 1992 zeigt ebenfalls kaum Veränderungen. Auch damals lag das durchschnittliche Geburtsgewicht bei 3349 Gramm.
 

"Die weit verbreitete Vermutung, dass das Geburtsgewicht der Neugeborenen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe, lässt sich mit den sächsischen Daten nicht bestätigen", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze.
 

Sie zeigen im Gegenteil, dass es in den letzten zehn Jahren nicht zu einer Zunahme des durchschnittlichen Geburtsgewichtes bei Neugeborenen in Sachsen gekommen ist. Der Anteil der sehr schweren Neugeborenen mit einem Gewicht von 4500 Gramm und mehr hat im Vergleich der Jahre 2009 zu 1992 um 0,2 Prozent zugenommen (1992 lag der Anteil bei 1,3 Prozent, 2009 bei 1,5 Prozent).
 

Prof. Schulze: "Der unverändert hohe Anteil sehr schwerer Neugeborener gibt Anlass, auf das Problem des Schwangerschaftsdiabetes hinzuweisen. Vor allem bei Frauen mit dieser Erkrankung kann es zu einem hohen Gewicht der Neugeborenen kommen. Schon deshalb sollten sich Schwangere daraufhin von ihrem Frauenarzt testen lassen, um Komplikationen zu vermeiden". Die guten Betreuungsmöglichkeiten in Sachsen sollten auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.
 

Hinweis: Die Daten sind Bestandteil der externen Qualitätssicherung und beruhen auf den Angaben der sächsischen geburtshilflichen Einrichtungen. Sie beziehen sich auf die Lebendgeborenen des jeweiligen Jahres in Sachsen.
 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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