Sächsische Krankenhäuser verzeichnen steigende Kosten

04.02.2011

Für Sachsens Krankenhäuser beliefen sich 2009 die Ausgaben für Personal, Sachmittel, Zinsen und Steuern sowie Ausbildungsstätten auf über 3,3 Milliarden EUR. Damit erhöhten sich die bereinigten Kosten (vollstationäre Kosten für allgemeine Krankenhausleistungen) in den Krankenhäusern um rund 213 Millionen EUR bzw. 6,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Im Durchschnitt wurden für jeden Patienten 3.408 EUR aufgewendet. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Berichtszeitraum zuvor.
 

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, machten den größten Anteil an den Kosten die Personalkosten mit rund 57,6 Prozent aus. Es wurden über zwei Milliarden EUR für das ärztliche und nichtärztliche Personal aufgewandt. Damit stiegen die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent. Die größten Ausgaben entstanden dabei durch das Pflegepersonal mit rund 704 Millionen EUR (+8,7 Prozent) und die Kosten für den Ärztlichen Dienst mit rund 603 Millionen EUR (+9,7 Prozent). Die Personalkosten je Behandlungsfall erhöhten sich gegenüber 2008 um 5,6 Prozent auf durchschnittlich 2.119 EUR. Je Vollkraft war ein Anstieg der durchschnittlichen Personalkosten um ebenfalls 5,6 Prozent auf 51.020 EUR zu verzeichnen.
 

Die Sachkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent und waren mit knapp 1,5 Milliarden EUR der zweitgrößte Ausgabenposten an den Krankenhauskosten. Allein rund 721 Millionen EUR und damit der größte Teil entfielen auf die Ausgabengruppe "Medizinischer Bedarf". 2009 betrugen die Sachkosten für jeden behandelten Patienten durchschnittlich 1.507 EUR. Das entspricht einem Kostenanstieg zum Vorjahr von 55 EUR bzw. 3,8 Prozent.
 

Weitergehende Informationen (Tabelle) finden Sie im Internet unter:

Seitenfunktionen

Partner