Tuberkulose in Sachsen noch aktuell - Welttuberkulosetag am 24.03.2011

23.03.2011

Im Freistaat Sachsen gab es im vergangenen Jahr 119 gemeldete Erkrankungen an behandlungsbedürftiger Lungentuberkulose. Sachsen liegt mit drei bis fünf Erkrankungen an Lungentuberkulose pro 100.000 Einwohner in den letzten Jahren immer unter dem Bundesdurchschnitt.
 

"Um der Ausbreitung der Tuberkulose begegnen zu können, ist sorgfältig zu ermitteln, wo sich ein Tuberkulosekranker angesteckt hat und wen er angesteckt haben könnte. Angehörige von Risikogruppen sind aufsuchend zu betreuen und Erkrankte für die regelmäßige Einnahme hochwirksamer Medikamente zu motivieren. Diese Leistungen erbringen die Gesundheitsämter in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten", sagte Gesundheitsministerin Christine Clauß.
 

International setzte sich der Rückgang der gemeldeten Tuberkulosefälle seit Beginn der neunziger Jahre nicht fort. Mit jährlich ca. 9 Millionen Neuerkrankungen weltweit bleibt die Tuberkulose eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Jährlich sterben auf der Welt 2 Millionen Menschen an Tuberkulose, vor allem auf Grund mangelnder Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
 

Besondere Probleme bereitet international die große Zahl von Erkrankungen an Tuberkulose, die durch resistente Erreger verursacht werden, gegen die mehrere der bewährtesten und erfolgreichsten Medikamente nicht mehr wirksam sind.
 

Am 24. März 1882 erklärte Dr. Robert Koch, er habe den Erreger der Tuberkulose entdeckt. Im Jahr 1905 wurde ihm für seine Entdeckung der Nobel-Preis verliehen. Noch heute nimmt die Tuberkulose weltweit einen Stellenwert ein, der die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst, jährlich den 24. März als Welttuberkulosetag zu begehen.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Aktuelle Meldungen

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte