Fachärzte für Sachsen - Hohes Niveau der Weiterbildung durch Sächsische Landesärztekammer gesichert

26.04.2011

Dresden: Im Jahr 2010 (Stand: 31.12.2010) beendeten insgesamt 493 Ärzte (2009: 619) erfolgreich ihre Weiterbildung zum Facharzt oder eine Schwerpunktweiterbildung mit einer bestandenen Prüfung in der Sächsischen Landesärztekammer. Der Präsident, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, sagte dazu: "Ich freue mich, so viele sehr gut ausgebildete Fachärzte für die Patienten zur Verfügung zu haben."

 

46 Prozent dieser Mediziner sind Ärztinnen. Am häufigsten erfolgte die Weiterbildung im Jahr 2010 zum Facharzt für Innere Medizin (88), zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (41), zum Facharzt für Anästhesiologie (41), zum Facharzt für Allgemeinmedizin (38), zum Facharzt für Chirurgie (36) sowie zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (28). Seltener absolvierten die Ärzte ihre Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (22), zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (22) oder zum Facharzt für Neurologie (19). Darüber hinaus erwarben im Jahr 2010 insgesamt 380 Ärzte erfolgreich medizinische Zusatzbezeichnungen, am häufigsten Notfallmedizin (92), Palliativmedizin (67), Intensivmedizin (46) und Medikamentöse Tumortherapie (25). Nur 19 Ärzte (3,7%) haben ihre Facharzt- oder Schwerpunktprüfung nicht bestanden.

 

Für die ärztliche Weiterbildung in Sachsen ist die Sächsische Landesärztekammer verantwortlich. Ärztliche Weiterbildung beinhaltet dabei das Erlernen ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach erfolgreich absolviertem Studium und erteilter Approbation. Ziel ist die Facharztkompetenz in einem medizinischen Gebiet, darauf aufbauend eine Spezialisierung in bestimmten Schwerpunkten oder eine Zusatzweiterbildung.

 

Basis der ärztlichen Weiterbildung ist die sächsische Weiterbildungsordnung, die von der Kammerversammlung beschlossen wird. Sie regelt Inhalte und Mindestzeiten der Weiterbildung und sichert auf diese Weise die Qualität ärztlicher Berufsausübung und damit die Behandlungsqualität der Patienten. Neue ärztliche Spezialisierungen durch den medizinischen Fortschritt werden zeitnah in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann eine Weiterbildung auch in Teilzeit absolviert werden.

 

Während ihrer Weiterbildungszeit ist die Sächsische Landesärztekammer Ansprechpartner und enger Berater für Ärzte. Sie organisiert die abschließenden Prüfungen, führt sie durch und stellt nach erfolgreich absolvierter Prüfung die Anerkennungsurkunden aus.

 

Die Weiterbildung zum Facharzt und in den Schwerpunkten sowie in der Regel auch in den Zusatz-Weiterbildungen muss bei einem von der Sächsischen Landesärztekammer zur Weiterbildung befugten Arzt in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte erfolgen. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 622 Befugnisse für Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen sowie Weiterbildungsbefugnisse für Zusatz-Weiterbildungen erteilt und 39 Weiterbildungsstätten zugelassen.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

 

 

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