Sächsische Landesärztekammer begrüßt die PID-Entscheidung des Bundestages

Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze: Entscheidung orientiert sich am Wohl von Mutter und Kind

08.07.2011

Dresden: Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, begrüßt die Entscheidung des Bundestages für eine Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in engen Grenzen. Bereits nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes im Oktober vergangenen Jahres hatte sich der Präsident klar für die PID ausgesprochen. "Eine 'Schwangerschaft auf Probe' ist für werdende Mütter eine Gefährdung und für die Eltern eine extreme Belastung. Bei einer Ablehnung der PID hätten auch Abtreibungen verboten werden müssen", erklärte Prof. Schulze.
 

Der Präsident war maßgeblich an dem Memorandum zur PID der Bundesärztekammer beteiligt. In der zuständigen Arbeitsgruppe hat sich Prof. Dr. Schulze mit seiner wissenschaftlich und ethisch fundierten Meinung auch gegen extreme Gegner der PID durchgesetzt. "Die Entscheidung in Berlin zeigt, dass auch die Parlamentarier bei Abwägung aller Positionen zu dem gleichen vernünftigen Schluss gekommen sind.", so der Präsident. Und weiter sagte er: "Es geht hier ausschließlich um den Schutz der Mütter und der werdenden Eltern. Das 'Baby nach Maß' muss strikt verboten bleiben!"
 

Der Kammerpräsident zeigte sich erfreut darüber, dass die Abgeordneten eine umfassende und sachliche Debatte über dieses wichtige medizinisch-ethische Thema geführt haben. "Die Parlamentarier sind damit ebenso ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nachgekommen wie die Ärzteschaft, die sich auf dem Deutschen Ärztetag Anfang Juni in Kiel deutlich positioniert hat", fügte Prof. Schulze hinzu.
 

Die Bundesärztekammer hat auch frühzeitig signalisiert, dass die Ärzte Verantwortung übernehmen werden, damit dieses Verfahren unter kontrollierten Bedingungen und nur bei vorheriger fachkundiger Beratung angewendet wird. Die PID darf auf keinen Fall ein Routineverfahren der In-vitro-Fertilisation werden. Sie muss auf wenige und ganz bestimmte Indikationen begrenzt werden.
 

Weitere Informationen 0351 / 82 67 160.

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