Ärzte und Psychologen sollen von Schweigepflicht entbunden werden

29.09.2011

Die Bundesregierung will den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Familien, Schulen und anderen Einrichtungen verbessern. Das Kabinett verabschiedete nach Angaben der Nachrichtenagentur dapd gestern den Aktionsplan 2011, der bereits eingeleitete Maßnahmen und Gesetze bündelt und weiterentwickelt. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll regelmäßig prüfen, wie der Plan realisiert wird.
 

Wichtiger Schwerpunkt seien Vorhaben zur Vorbeugung und Verhinderung sexueller Gewalt. Eine bundesweite Fortbildungsinitiative solle Fachkräfte umfassend informieren, Eltern noch mehr sensibilisieren und Kinder und Jugendliche gezielt gegen Gefahren stärken.
 

Bestandteil des Aktionsplans ist das Kinderschutzgesetz aus dem Familienministerium, das 2012 in Kraft treten soll. Es sieht unter anderem vor, dass hauptamtliche Mitarbeiter in der Jugendhilfe künftig ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen. In einem solchen Nachweis werden auch einfachere Delikte und länger zurückliegende Verfahren aufgelistet. Bei Hinweisen auf eine "akute Kindeswohlgefährdung" sollen Ärzte oder Psychologen von ihrer Schweigepflicht entbunden werden können.

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