Krankenhausbehandlungsfälle in Sachsen werden voraussichtlich bis 2025 steigen

06.02.2012

Die Krankenhausbehandlungsfälle in Sachsen werden im Vergleich zu 2010 (994,1 Tausend) bis 2025 voraussichtlich um 2,5 bzw. 0,7 Prozent auf 1.019,2 (V1) bzw. 1.001,5 Tausend (V2) trotz sinkender Bevölkerungszahlen ansteigen. Das prognostiziert das Statistische Landesamt in Sachsen. Ursache dafür ist die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung. Der Anteil der Älteren wächst zunehmend und damit die Erkrankungshäufigkeit und die Anzahl der stationären Behandlungen. Die steigenden Fallzahlen gehen deshalb vor allem auf die Konten der 60- bis unter 70-Jährigen, bei denen ein Anstieg um rund 19 Prozent erwartet wird. In der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren wird sogar mit 58 bzw. 59 Prozent mehr Fällen gerechnet. Ebenso nehmen die Behandlungsfälle der Männer im Alter von 70 bis 80 Jahren leicht zu (um rund ein Prozent). In allen anderen Altersgruppen sinken die Fallzahlen teilweise um bis zu rund 32 Prozent.

 

Bei den Kreislauferkrankungen erhöht sich die Zahl der Krankenhausbehandlungsfälle voraussichtlich mit rund 14 Prozent auf etwa 174 Tausend am stärksten. Der größte Rückgang betrifft dagegen die Gruppe Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (inkl. gesunde Neugeborene). Hier wird 2025 von 15 bzw. 21 Prozent weniger Fällen als 2010 ausgegangen.

 

Auch die Zahl der Berechnungs- und Belegungstage - unter Maßgabe einer konstanten Verweildauer (Stand 2010) - wird voraussichtlich um 5 bzw. knapp 4 Prozent anwachsen. Mit der Annahme, dass die Verweildauer sinkt, werden trotz steigender Behandlungsfälle bis 2025 rund 6 bzw. 8 Prozent weniger Berechnungs- und Belegungstage erwartet.

 

Das Statistische Landesamt berechnete auf Basis der zwei Varianten (V1 und V2) der 5. Regionalisierten Bevölkerungsprognose die Krankenhausbehandlungsfälle für Sachsen, die Kreisfreien Städte und Landkreise voraus. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes zu finden.

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