Organspendebereitschaft in Region Ost am höchsten

29.05.2012

Dresden: Die Region Ost, zu der Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören, nimmt 2011 mit 19,1 Spendern pro 1 Million Einwohner die führende Position im Bundesdurchschnitt (14,7 Spender/1 Mio. EW) ein. In Sachsen lag die Zahl der Organspender bei 18,6 Spendern/1 Mio EW. 77 Sachsen spendeten 2011 nach dem Tod ihre Organe.

 

Insgesamt wurden in Sachsen 247 Organe gespendet. Auffällig ist dabei, dass in der Bilanz mehr Nieren gespendet (131) als transplantiert (84) wurden. Dagegen wurden mehr Lebern transplantiert (97) als gespendet (60). Bei der Transplantation von Herz, Lunge und Pankreas ist dieses Verhältnis fast ausgeglichen.

 

In der Region Ost hat sich die Zahl der Organspender und damit auch die Zahl der gespendeten Organe von 2010 auf 2011 erhöht: 2010 spendeten 155 Menschen postmortal 468 Organe, während 2011 166 Verstorbene 488 Organe spendeten. In allen anderen deutschen Regionen war die Zahl der Spender dagegen rückläufig: 1.200 Menschen haben nach dem Tod ihre Organe gespendet, 96 Spender weniger als 2010. Bundesweit war daher auch ein Rückgang der gespendeten Organe um 288 auf 3.917 zu verzeichnen. Die Anzahl der durchgeführten Transplantationen ging 2011 auf 4.054 zurück (2010: 4.326).

 

In Sachsen befasst sich die Kommission "Transplantation" der Sächsischen Landesärztekammer mit medizinischen und ethischen Fragen der Organspende und -transplantation im Freistaat. Ziel ist es, die Bedingungen für die Organspende und die Organtransplantationen zu verbessern und die Organspendebereitschaft zu erhöhen.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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