Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2012: Tabakentwöhnung in der Krankenversorgung integrieren

31.05.2012

Dresden: Im Jahr 2010 starben in Sachsen 2.138 Menschen an Krebserkrankungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Rauchen stehen. 10.834 Patienten mussten aufgrund einer durch das Rauchen ausgelösten Krebserkrankung stationär behandelt werden (Quelle: Statistisches Landesamt). Prof. Dr. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer mahnt daher intensivere Bemühungen zur Tabakentwöhnung an: "Die Gefahren des Aktiv- wie auch Passivrauchens sind bekannt. Nun gilt es, die Tabakentwöhnung in der Krankenversorgung zu etablieren."

 

So lässt sich etwa bei Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes Typ 2, an dem Raucher doppelt so häufig erkranken wie Nichtraucher, wirkungsvoll bei den Ursachen ansetzen, statt nur die Symptome zu behandeln. Bereits die Aufklärung und Beratung durch den Hausarzt kann wichtige Anreize zum Rauchstopp geben.

 

In Sachsen bieten Raucherambulanzen in Chemnitz und Dresden Tabakentwöhnungsprogramme an. Diese bieten eine Kombination aus psychologischer Unterstützung und ärztlichen sowie medikamentösen Maßnahmen. Nach einem zu Beginn des Programms erfolgten Rauchstopp, lernen die Teilnehmer in einem Zeitraum von drei bis sieben Wochen in Gruppensitzungen Methoden, um in Zukunft auch in stressigen Lebenssituationen den Griff zur Zigarette zu vermeiden.

 

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2012 steht unter dem Motto: "Lass Dich nicht einwickeln! Rauchen kennt nur einen Gewinner: die Tabakindustrie".

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