Arzneimittel-Atlas 2012: Sachsen auf Platz 3 bei Pro-Kopf-Ausgaben

04.09.2012

Die Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln hat sich deutschlandweit im Jahr 2011 erneut verbessert: Bei besonders verbreiteten Krankheiten wie rheumatoider Arthritis, Multipler Sklerose, Virusinfektionen und Krebserkrankungen gelangen moderne Therapieformen in immer stärkerem Maße zu den betroffenen Patienten. Zu diesem positiven Resultat kommt die neue, nunmehr siebte Ausgabe des Arzneimittel-Atlas des IGES Institutes im Auftrag des vfa.

 

Sachsen gehört danach zu den drei Regionen in Deutschland mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch bei Urologika, Mitteln gegen Krebserkrankungen oder bei Mitteln zur Behandlung von Knochenerkrankungen. Und mit Pro-Kopf-Ausgaben von rund 474 Euro für Arzneimittel liegt Sachsen bundesweit auf Platz 3, nach Mecklenburg-Vorpommern (493 Euro) und Berlin (481 Euro). Thüringen und Sachsen-Anhalt folgen auf den Plätzen 4 und 5 mit 463 Euro (Thüringen) und 458 Euro (Sachsen-Anhalt).

 

Der hohe Bedarf an Arzneimitteln in den östlichen Bundesländern ist mit der Bevölkerungsstruktur und dem Altersdurchschnitt erklärbar. In Sachsen wie auch in anderen östlichen Bundesländern findet sich im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eine ältere Bevölkerung mit entsprechend häufigem Auftreten altersbedingter Probleme (z. B. Übergewicht) und Erkrankungen, die vornehmlich bei Älteren auftreten. Die Haushaltseinkommen sind niedriger, die Arbeitslosenquote höher als im übrigen Bundesgebiet. All dies hat Einfluss auf den - höheren - Bedarf an Arzneimitteln.

 

2011 sind die GKV-Arzneimittelausgaben insgesamt um rund 1,2 Mrd. Euro (-4 Prozent im Vergleich zu 2010) auf rund 29 Mrd. Euro zurückgegangen. Arzneimittel sind damit der einzige der großen Leistungsbereiche der GKV, dessen Ausgaben in den letzten Jahren nicht permanent gestiegen ist.

 

Die regionale Auswertung des Arzneimittelatlas 2012 finden Sie hier:

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