Suizide in Sachsen wieder angestiegen

10.09.2012

Insgesamt 664 Menschen setzten in Sachsen im Jahr 2011 ihrem Leben selbst ein Ende, 516 Männer und 148 Frauen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entsprach das gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 4,4 Prozent. Die Suizidrate betrug 16,0 Suizide je 100.000 Einwohner (2010: 15,3).

 

78 Prozent aller Suizide wurden von Männern verübt. Das ergibt eine Suizidrate von 25,4 Selbsttötungen je 100.000 männlichen Einwohnern, ein Anstieg gegenüber 2010 um 1,9 Punkte. Die meisten Suizide gab es in der Altersgruppe der 65- jährigen und älteren (204). In der Altersgruppe der 45 jährigen bis unter 65-jährigen nahmen sich 195 Männer das Leben. Bei Frauen fiel die Suizidrate von 7,4 auf 7,0 Suizide je 100.000 weibliche Einwohner, das entspricht einem Rückgang um 10 Fälle. 51 Prozent der Suizide wurden von über 65-jährigen Frauen begangen.

 

Häufigste gewählte Todesart bei Männern als auch bei Frauen war "Erhängen, Strangulierung oder Ersticken" (56 Prozent), vor "Vergiftung" (15 Prozent) und "Sturz in die Tiefe" (10 Prozent). Im Jahresverlauf wurden die meisten Suizide im Monat Mai (69), die wenigsten im Dezember (42) verübt.

 

Im Vergleich der Kreisfreien Städte und Landkreise hatte der Landkreis Zwickau mit 20,6 Suiziden je 100.000 Einwohner die höchste Suizidrate, die Kreisfreie Stadt Chemnitz mit 10,7 die niedrigste Suizidrate zu verzeichnen.

 

Weitergehende Informationen (Tabelle) finden Sie im Internet.

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