Ausländische Forscher der Biomedizin loben Dresden

21.09.2012

In einer Studie des Sächsischen Ausländerbeauftragten über das Leben ausländischer Forscher in Sachsen wird der Stadt Dresden einhellig großes Lob zuteil. Der Standhort hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem international renommierten Platz für Forschung und High-Tech-Unternehmen entwickelt. Im Bereich der Biomedizin gilt Dresden mittlerweile als eine der Top-Adressen weltweit.

 

Die Befragten schätzten die Lebensqualität in der sächsischen Landeshauptstadt: "Dieser Ort ist wirklich einer der spannendsten, wunderbarsten, reichsten Orte in Europa, wo du Biologie studieren kannst.". Hier ließe sich auf Weltklasseniveau forschen und gleichzeitig familienfreundlich leben: "Für eine kleine Familie ist das hier der perfekte Ort."

 

Die Dresdner werden von den internationalen Wissenschaftlern als sehr freundlich erlebt. Gute Deutschkenntnisse sehen sie für ihr alltägliches Leben als sehr wichtig an. Gleichzeitig wünschen sie sich, dass man sich beim Versuch, sich zu verständigen, auf halbem Wege entgegen kommt.

 

Die Gespräche mit den ausländischen Wissenschaftlern zeigten allerdings auch eine Reihe von Hürden im Lebensalltag auf. Die Forscher gaben Anregungen, wie sich aus ihrer Sicht die Situation deutlich verbessern ließe:

  • Wissenschaftler und Fachkräfte verständigen sich weltweit in Englisch. Deshalb wäre es hilfreich, wenn Mitarbeitende in Behörden die Betroffenen bei den Formalitäten in Englisch unterstützen könnten.
  • Behördengänge könnten deutlich erleichtert werden, wenn die wichtigsten Informationen sowohl in Deutsch als auch in Englisch schnell verfügbar wären.
  • Deutschkenntnisse sind wichtig für das alltägliche Leben und die Integration. Die in Sachsen angebotenen Sprachkurse werden den Bedürfnissen der ausländischen Forscher noch nicht gerecht.
  • Wie alle Eltern wollen auch ausländische Wissenschaftlicher für ihre zweisprachig aufwachsenden Kinder die bestmögliche Bildung. Deshalb sollten die bestehenden Benachteiligungen z.B. bei den Bildungsempfehlungen aufgehoben und der Zugang zu den Gymnasien erleichtert werden.
  • Wenn ausländische Abschlüsse im Anerkennungsverfahren niedriger eingeschätzt werden, als sie es tatsächlich sind, entstehen den Betroffenen berufliche Nachteile.
  • Sachsen will eine Willkommensgesellschaft sein - dazu braucht es nicht nur ein Bekenntnis, sondern viele kleine und alltägliche Schritte hin zu mehr Offenheit und Neugier gegenüber Menschen aus anderen Ländern.

 

Der deutsch- und englischsprachige Bericht ist kostenlos beim Sächsischen Ausländerbeauftragten erhältlich und im Internet verfügbar:

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte