Aufbau einer nationalen Arzneimittelreserve zum Schutz der Patienten gefordert

29.01.2013

Wegen der wiederholten Engpässe bei Grippeimpfstoffen und Medikamenten für besonders schwere Erkrankungen wie Krebs haben die Vorstände der KVen gefordert, eine nationale Arzneimittelreserve aufzubauen. Die KBV unterstützt das Vorhaben der KV-Vorstände und will es in die politischen Gespräche mit einbringen und Details einer solchen Reserve ausarbeiten.

Den Vorschlag dazu hatte der Vorstandsvorsitzende der KV Baden-Württemberg, Dr. Norbert Metke, ins Spiel gebracht. Er betonte, eine Vorratshaltung notwendiger Medikamente durch Hersteller und Großhandel in Deutschland sei wichtig, da viele Pharmaunternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagert hätten. Der Staat dürfe sich dadurch nicht erpressbar machen. Auch würden Wirkstoffe häufig nur noch an einem Ort und von einem Unternehmen produziert sowie Lagerhaltung aus Kostengründen abgebaut - ein einziger Produktionsausfall hätte somit weitreichende Folgen.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft schlug als Minimum ein Register vor, in dem festgehalten wird, welcher Wirkstoff wie lange nicht lieferbar ist und welche Alternativen es gibt.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte