Medikamententest in der DDR: Sächsische Landesärztekammer unterstützt Forschungsprojekt

06.06.2013

Unter dem Titel "Pharmaversuche in der DDR" hat der Spiegel kürzlich über klinische Studien in der DDR berichtet. Eine endgültige Aufklärung, ob vor 1989 Patienten ohne deren Wissen für Medikamententests missbraucht wurden, könnte das Forschungsvorhaben "Medikamentenversuche - Klinische Arzneimittelforschung in der DDR von 1961 bis 1989" von Prof. Dr. Volker Hess von der Charité in Berlin erbringen. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Sächsischen Landesärztekammer gestern Abend beschlossen, dieses Forschungsprojekt mit 3.000 EUR zu unterstützten.

 

Grundsätzlich unterlagen Medikamententests in der DDR den internationalen Standards für klinische Studien. Das DDR-Recht hatte dazu zum Teil höhere Vorgaben gemacht, wie westliche Staaten. Dazu gehörte auch eine umfangreiche mündliche und schriftliche Aufklärung sowie Einwilligung des Patienten. Die Studienergebnisse wären sonst für westdeutsche Pharmaunternehmen nicht verwendbar gewesen.

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