Infektionsschutz ist Errungenschaft der Menschheit - Europäische Impfwoche 2014 startet am 22. April

17.04.2014

Dresden: Die Sächsische Landesärztekammer macht anlässlich der Europäischen Impfwoche deutlich, dass Schutzimpfungen die wirkungsvollsten, sichersten und kostengünstigsten Vorsorgemaßnahmen der modernen Medizin gegen oft schwer verlaufende Infektionskrankheiten sind.

Die Gefahr von Infektionskrankheiten nimmt durch die Globalisierung (Reisen, Bevölkerungswanderung) und Impfmüdigkeit immer mehr zu. Impfungen stellen hier eine besondere Errungenschaft der Medizin dar, denn ohne sie gäbe es immer noch solch tödliche Krankheiten wie Pocken, Kinderlähmung und viele andere, die eine hohe Kindersterblichkeit verursachten. So starben an Diphtherie im Königreich Sachsen 1912 noch 931 Menschen, zumeist Kinder, 1950 noch 100 und 2012 niemand mehr. Ähnlich verhält es sich bei Masern und Keuchhusten (siehe Tabelle).

Eine Voraussetzung für den Erfolg von Impfungen ist eine möglichst vollständige Durchimmunisierung der Bevölkerung entsprechend den aktuellen Impfempfehlungen. Dies gilt nicht nur für Kinder sondern gleichermaßen für Erwachsene, da unter anderem Eltern und Großeltern häufig die Infektionsquelle für Säuglinge und Kleinkinder sind. Keuchhusten zum Beispiel ist heutzutage nicht mehr nur eine „Kinderkrankheit", sie tritt auch gehäuft im Erwachsenenalter auf. Selbst Masernerkrankungen und Masernausbrüche nehmen immer mehr zu, obwohl es dafür einen wirksamen Impfschutz gibt.

Die jährliche Europäische Impfwoche - in diesem Jahr steht die „9. Europäische Impfwoche" vom 22.-24. 4. 2014 unter dem Thema „ Impfen fürs Leben" - weist daher immer wieder darauf hin, dass jeder Einzelne seiner persönlichen und gesellschaftlichen Verantwortung für die Förderung der Gesunderhaltung gerecht werden muss.

Eine Beratung zu Impfungen, deren Risiken oder eine Überprüfung des Impfausweises kann man beim Hausarzt oder einem Impfarzt vornehmen lassen. Die Kosten für die von der Sächsischen Impfkommission (SIKO) empfohlenen Schutzimpfungen werden zum großen Teil von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Dabei darf es in Deutschland nicht, wie in der Vergangenheit, zu Lieferengpässen bei Impfstoffen kommen, weil dem Anliegen dadurch sonst großer Schaden zugefügt wird.


 Sterblichkeit bei ausgewählten Infektionskrankheiten in Sachsen der Jahre 1912, 1950, 2012

Tabelle: Sterblichkeit bei ausgewählten Infektionskrankheiten in Sachsen der Jahre 1912, 1950, 2012

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