Bundesärztekammer: Zahl der festgestellten ärztlichen Behandlungsfehler durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen liegt im Promillebereich

07.05.2014

Der MDK ist im vergangenen Jahr 26.000 Verdachtsfällen von Behandlungsfehlern nachgegangen. Bei fast 50 Prozent wurde kein Gutachten in Auftrag gegeben. Bei den rund 14.600 Gutachten wegen Verdachts auf Fehler kam er 3.700 Mal zu dem Ergebnis, dass ein Behandlungsfehler tatsächlich vorliegt, das sind 200 weniger als im Vorjahr. In Sachsen stellte der MDK 141 Behandlungsfehler fest. Todesfälle hat es durch die Fehler nicht gegeben.

 

Am häufigsten hegen Patienten einen Fehlerverdacht nach einer Operation, insbesondere nach dem Einsatz von Knie- oder Hüftgelenksprothesen. Das waren mehr als 1.000 Fälle im vergangenen Jahr.

 

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, gab zu bedenken: "Angesichts von fast 700 Millionen Behandlungsfällen im ambulanten Bereich und mehr als 18 Millionen Fällen in den Kliniken jährlich bewegt sich die Zahl der festgestellten ärztlichen Behandlungsfehler im Promillebereich."

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