Masernfälle in Sachsen steigen

Sächsische Gesundheitsministerin regt Impfpflicht in Kindertagesstätten an

22.07.2014

In Sachsen gab es 2013 insgesamt 56 Masernfälle. Das sind genauso viele wie in den vergangenen zehn Jahren zusammen. Jeder zweite Fall traf ein Kind unter zehn Jahren. Die meisten Betroffenen (80%) waren ungeimpft. Teilweise wurden Familienangehörige mit angesteckt. Das teilte die Landesuntersuchungsanstalt am 21. Juli 2014 in Dresden mit. Die steigende Impfmüdigkeit unter der Bevölkerung führt zu steigenden Zahlen bei Infektionskrankheiten. Die Sachsen sind im Vergleich der Bundesländer zwar immer noch am besten durch Impfungen geschützt, allerdings mit sinkender Tendenz. Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl an Masernerkrankungen bei Kindern hat die Sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß die vom Deutschem und Sächsischen Ärztetag geforderte Impfpflicht in Kindertagesstätten thematisiert. Sie regt eine Debatte um eine Impflicht in diesen Einrichtungen an. „Es wäre eine Überlegung Wert, wenn Kindertagesstätten in Zukunft so etwas verlangen:", sagte Christine Clauß der Sächsischen Zeitung. Allerdings brauche man dazu eine Regelung auf Bundesebene.

Seitenfunktionen

Partner

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • Gesundheitsinformationen Sachsen
  • Ratgeber Kinderstube
Mein Konto

Schnelleinstieg

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte