Deutsche Bundesbank prognostiziert der GKV bereits für dieses Jahr Defizite

22.07.2014

In ihrem Monatsbericht für Juli 2014 prognostiziert die Deutsche Bundesbank auf den Seiten 31 bis 52 den gesetzlichen Krankenkassen bereits für das laufende Jahr Defizite und ein Abschmelzen der finanziellen Reserven. „Auch wenn die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung angesichts hoher Rücklagen bei den Kassen und beim Gesundheitsfonds derzeit entspannt ist, hat sich der Trend aber bereits wieder umgekehrt".

 

Nach Ansicht der Bundesbank dürfte das Defizit bei anhaltendem Ausgabendruck in den kommenden Jahren weiter steigen, auch wenn der Bundeszuschuss wie derzeit geplant angehoben wird. „Perspektivisch stehen damit weitere Beitragssatzanhebungen über das heutige Niveau hinaus an". Auch wird vor den langfristigen Ausgabenanstiegen gewarnt. Hinsichtlich der Möglichkeiten einer Ausgabenbegrenzung der GKV spricht sich die Bundesbank für eine höhere Transparenz für die Patienten über die in Rechnung gestellten Behandlungen und Kosten aus. Einer Überinanspruchnahme könne zudem durch Selbstbehalte, Kostenbeteiligungen und Beitragsrückerstattungen entgegengewirkt werden.

 

Auch könne die Planungssicherheit der GKV verbessert werden, wenn der Bundeszuschuss zur Krankenversicherung nach klaren Regeln vergeben werde. „Es erscheint eine begründete Aufstellung der aus Steuermitteln zu finanzierenden gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung hilfreich. So könnte der Gesetzgeber künftig darlegen, wo er die Kernaufgabe der beitragsfinanzierten GKV sieht. Die darüber hinausgehenden und insofern versicherungsfremden Aufgaben wären aufzulisten".


Den Monatsbericht der Deutschen Bundesbank für Juli 2014 finden Sie über nachfolgenden Link zur Deutschen Bundesbank: 

 

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