Bundesminister Gröhe kündigt Maßnahmen gegen Ärztemangel an

10.09.2014

Sicherung der medizinischen Versorgung, Ausbau der Prävention, bessere Pflegeleistungen und mehr Geld für die Forschung - das sind die Eckpunkte der gesundheitspolitischen Agenda der Bundesregierung, die Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am 9. September im Bundestag vorgestellt hat. Den drohenden Ärztemangel möchte er mit Hilfe eines Versorgungsstärkungsgesetzes II eindämmen. Als Maßnahmen nannte er unter anderem die Stärkung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, Regelungen für die Bildung von Strukturfonds und eine bessere Verzahnung zwischen dem ambulanten und stationären Sektor.

Gröhe bekräftigte den Anspruch, die Qualität als entscheidendes Kriterium der Krankenhausplanung zu etablieren. In diesem Zusammenhang stellte er auch eine bessere finanzielle Ausstattung der Klinken in Aussicht: „Es gilt, gut erreichbare Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung zu sichern und zugleich die Spitzenmedizin, wie sie zum Beispiel an den Universitätskliniken und auch in ihren Ambulanzen angeboten wird, angemessen zu honorieren." Darüber hinaus sollen jährlich 300 Millionen Euro aus einem Innovationsfonds in die Entwicklung innovativer Versorgungsstrukturen und in die Versorgungsforschung fließen.

Zudem kündigte Gröhe ein Präventionsgesetz an, das zum Jahresende vorliegen soll. Es verfolge das Ziel, gesundheitsförderndes Verhalten von der Kita über die Schule und den Arbeitsplatz bis hinein in die Altenpflege zu fördern.


Die gesetzliche Pflegeversicherung werde für Demenzkranke geöffnet, versprach Gröhe. Bereits seit April laufe die Erprobung eines neuen Begutachtungssystems. Die daraus gewonnen Erfahrungen sollen in das zweite Pflegestärkungsgesetz einfließen und eine bessere, individuellere Bewertung der Pflegebedürftigkeit ermöglichen.

Im Herbst werde zudem ein E-Health- Gesetz vorgelegt, das etwa die weitere Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte verbessern solle, bekräftigte der CDU-Politiker weiter.

Seitenfunktionen

Partner

  • Bundesärztekammer
  • Gesundheitsinformationen Sachsen