Weltoffenheit und Toleranz

Menschen im Freistaat auf ausländische Ärzte angewiesen

04.12.2014

In Dresden kommen derzeit tausende Menschen zusammen, um gegen die sogenannte 'Islamisierung des Abendlandes' zu demonstrieren. Die Parolen richten sich jedoch insgesamt gegen ausländische Bürger. „Unsicherheiten und die Ängste vor dem Unbekannten und Fremden werden missbraucht, um ausländische Mitmenschen auszugrenzen, die eigentlich auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.", sagte der Vizepräsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck.

 

„Aber Medizin ist international! Viele Ärzte helfen unentgeltlich in Krisengebieten. Und in Sachsen wird die medizinische Versorgung auch von ausländischen Ärzten sichergestellt. Manche Klinik müsste Stationen schließen, wenn es diese Ärzte nicht gäbe."

 

Die PEGIDA-Demonstrationen zerstören die Bemühungen der Sächsischen Landesärztekammer für ein weltoffenes Sachsen. Erik Bodendieck: „Wir möchten, dass sich ausländische Ärzte für eine Tätigkeit im Freistaat entscheiden und sich hier willkommen fühlen. Wir müssen verhindern, dass durch die Demonstrationen der PEGIDA-Anhänger ein Bild von Dresden und Sachsen entsteht, das ausländische Ärzte abschreckt und sie den Freistaat als ausländerfeindlich empfinden".

 

Die Sächsische Landesärztekammer distanziert sich von diesen Veranstaltungen. Ärzte und medizinisches Personal sollten sich nicht an den von PEGIDA organisierten Demonstrationen beteiligen, sondern sich weiterhin für Toleranz und Weltoffenheit engagieren.

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