6. Juni 2015: Tag der Organspende

Sächsische Landesärztekammer: Informieren, aufklären und „danke“ sagen

05.06.2015

Unter dem Motto "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." findet am Samstag, den 6. Juni 2015, der Tag der Organspende statt. Jeden Tag sterben in Deutschland drei Patienten, die durch eine Organspende hätten gerettet werden können. Bundesweit warten 10.000 Menschen auf eine lebensrettende Transplantation. Daher verfolgt der 1982 ins Leben gerufene Tag der Organspende das Ziel zu informieren und aufzuklären, um das lebenswichtige Thema Organspende stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken. Bereits 35 Prozent haben ihren Willen in einem Organspendeausweis dokumentiert.

 

Die Sächsische Landesärztekammer hat angesichts des großen Bedarfs an Spenderorganen 2015 zum Jahr der Organspende erklärt. In Veranstaltungen für Patienten und Kolloquien für Ärzte soll stärker über das Thema Organspende aufgeklärt werden. Zudem wurde ein Netzwerk der Transplantationsbeauftragten in Sachsen aufgebaut. Und zusammen mit der Notarkammer Sachsen wird es im September drei Informationsabende rund um das Thema Patientenverfügung und Organspende in Dresden, Leipzig und Chemnitz geben.

 

"Jede und jeder von uns kann schon morgen in die Situation kommen, eine Organspende zu benötigen - sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall. Deshalb müssen wir verstärkt aufklären, um mögliche irrationale Ängste und Vorurteile abzubauen." so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze. "Jeder Mensch sollte sich bewusst für oder gegen eine Organspende entscheiden. Aber nur wer ausreichend informiert ist, kann eine überlegte Entscheidung treffen". Von den rund 10.000 Deutschen, die jährlich auf ein Spenderorgan warten, benötigen allein 8.000 eine neue Niere. Im Gegensatz zu den meisten anderen Organen ist hier auch eine Spende zu Lebzeiten möglich. Bei der Sächsischen Landesärztekammer gibt es deshalb die "Kommission Lebendspende". Hier müssen Lebendspender und Empfänger vor der Transplantation vorsprechen, um zu prüfen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Einwilligung in die Organspende nicht freiwillig erfolgt oder das Organ Gegenstand verbotenen Handeltreibens ist. Auch die Kommission "Transplantation" der Sächsischen Landesärztekammer befasst sich mit zahlreichen Problemen der Organspende und -transplantation im Freistaat Sachsen und setzt sich dafür ein, die Bedingungen für eine Organspende und die Organtransplantationen zu verbessern.

 

Über 3.000 Menschen in Deutschland wurde im letzten Jahr durch Organspenden die Chance auf ein neues Leben geschenkt. Seit knapp drei Jahren gilt für die Organspende die sogenannte Entscheidungslösung. Sie sieht vor, dass jeder Mensch sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen sollte. Diese kann in einem Organspendeausweis dokumentiert werden. Noch immer stehen über 10.000 Menschen auf den Wartelisten für ein Spenderorgan. Viele warten bereits seit Jahren - und zu viele warten leider vergeblich. Denn Organspenden sind noch immer selten und täglich sterben Patienten, denen mit einer Transplantation hätte geholfen werden können.

 

Das detaillierte Programm sowie weitere Informationen sind zu finden unter

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